Moon Far Away… sicherlich für viele kein Begriff, so auch
nicht für mich – bis heute. Die aus Russland stammende Folklore
Band könnte man am ehesten mit Qntal oder Helium Vola vergleichen.
Einmal mehr lohnt sich der Blick auf unsere Nachbarn.
Zunächst einmal muss gesagt werden, dass beim französischen
Label mit dem schier unaussprechlichen Namen „Prikosnovenie“ in der nächsten Zeit eine Reihe
von Veröffentlichungen anstehen. Moon Far Away sind auch dort
zu Hause.
Die ganze Band besteht im Kern aus Anastasia (Vocals) und
Count Ash (alle Instrumente, Programming, Vocals). Der
Schwerpunkt liegt wie bereits in der Einleitung beschrieben
auf klassische Folklore Musik, die nicht typisch russisch ist,
sondern eher mit Bands wie Qntal und Helium Vola zu vergleichen
wäre.
Und so finden sich neben den klassischen Trommeln, auch Harfe,
Lyra, Oboen, Leiern usw. Also alles, was man braucht, um
sich auf einem Mittelalter-Markt oder bei der Wicca Huldigung
im Wald (oder einer Hexenverbrennung) wohlzufühlen.
Die Stimme von Anastasia erinnert sehr stark an die der
Qntal Sängerin Sigrid Hausen und der Dead Can Dance Ikone
Lisa Gerrad.
Die Texte sind allerdings durchgehend in Russisch verfasst,
was allerdings der Intensität des Album nichts abspricht.
Ich möchte die Aufmerksamkeit hierbei auf den fünften Track
„[Smert]“ lenken, welcher einerseits Instrumental gehalten ist
währen aus dem Off eine Frau spricht. Man versteht zwar nicht,
was sie sagt (es sei den man versteht russisch), aber alleie
die Tonlage ist so voll von Trauer und Wehklagen, dass es
einem Gänsehaut beschert.
Ja, Gänsehaut… Moon Far Away ist eine einzige
Gänsehaut-Platte. Wirklich sehr schön produziert, dass
es ehrfürchtig wirkt.
Auch wenn hierzulande gerade die osteuropäischen Bands
Schwierigkeiten haben Fuss zu fassen, geht auch auch mir,
obwohl ich mit solcher Musik nun garnichts anfangen kann, die Platte
tief unter die Haut und es wäre für jeden, der mit den oben genannten Bands was anfangen kann, schlicht und
einfach ein Verlust, wenn man in „Moon Far Away“ nicht
reingehört hat.
Das beste Album dieser Art, dasich dieses Jahr gehört habe.
Und das kann ich ohne Übertreibung sagen und dahinter stehen.
Autor: Eniz












