Das Vorgängerwerk von Kryptozoologie beeinhaltet die äußerst beeindruckenden instrumentalen Stücke, die den Hörer in eine ganz andere Welt abtauchen lassen.

Meine begeisterten Lobeshymnen auf Compest habe ich ja bereits zu dem aktuellen Album „Kryptozoologie“ abgegeben. Um so begeisterter war ich dann natürlich, als dann das Vorgängeralbum „Wrack“ zur Rezension vorlag. Mit Tracklängen zwischen 6:00 und 13:00 Minuten kann man sich voll und ganz in die Welt des Martin Steinebach’s versenken. Er ist auch der kreative Kopf hinter einem Sammelsurium von verschiedensten Projekten. Compest ist sozusagen eine Fusion des 1-Mann-Projektes mit sich selbst. Conscientia Peccati, Monoid und StillStand fusionieren so zu diesem äußert ambientreichen Vorgängerwerk. Es erinnert mich neben Râison D’étre auch sehr stark an die sehr geniale Dark-Ambient Band Apoptose.

Beonders der erste Track „Dunkle Wasser“, was ein über 12minütiges Insturmentalstück ist (das sind die Tracks auf der CD übrigens alle), verfliegt wie im Nu. Das liegt aber daran, dass Martin Steinebach ein Experte darin ist, wenn es darum geht, seine Hörer neugierig zu machen und zu fesseln. So führt er seine Hörer durch diese monumentalen Minuten, ohne das man das Gefühl kriegt, abschalten zu müssen.
„Klippen im Nebel“, das zweite Stück, überrascht mit einem nah an der Grenze eines disharmonischen Pianos und einem nicht näher zu definierenden Saiteninstrument. Dazwischen immer wieder die so für ihn typischen Störgeräusche, die sich wie ein Roter Faden durch die gesamte Platte ziehen.

Trotz der fünf Stücke auf der Platte und einer Gesamtspielzeit von fast einer Stunde ist das Album auch schon wieder vorüber, von einem wirklich genialen Dark-Ambient Künstler, wenn ich ihn so nennen darf.

Autor: Eniz

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