Die Mönchengladbacher Formation In Mitra Medusa Inri meldet sich nach 2 Jahren mit einer neuen CD zurück. „Without a view of things“ gibt es seit dem 18.4.2005 im Plattenladen eures Vertrauens.

Noch vor ca. 11 Jahren konnte man eigentlich davon ausgehen, dass die Musikrichtung Wave aussterben wird. Doch dann formierten sich In Mitra Medusa Inri. Inzwischen ist es IMMI mit 3 Cds, einer MCD und etlichen Samplerbeiträge gelungen richtig durchzustarten. Mit „Without a view of things“ haben Michael Gronau, Holger Meyer und nun auch Andreas K. ihre vierte Fulltime-CD am Start. Den Hörer erwarten auf dieser Platte 12 Dark-Wave-Songs zum Träumen, Mitsummen und Nachdenken.

Mit der angenehmen, dunklen Stimme von Holger ist das Album durchgehend zeitlos schön. Jedenfalls dürfte „Without a view of things“ das Herz jedes Dark Romantic Fans höher schlagen lassen. Getragene Songs stehen in reizvollem Gegensatz zu den dynamischeren Tracks. Man hat das Gefühl, als wollten die 3 Jungs mit eben diesen betont getragenen Melodien die Zeit anhalten.

„Enjoy the moment“ und „Her perfect beauty“ arbeiten mit holprigen Pianoklängen, was dem Hörer das Gefühl verleiht, dass Gesang und Melodie nicht zueinander passen, ehe im Refrain alles zueinanderfindet. Deswegen würde ich soweit gehen zu sagen, dass sich die Platte nicht unbedingt zum Nebenbeihören eignet, man sollte sich dafür Zeit nehmen. Auch sind die Lyriks sehr tiefgründig und sind es allemal wert beachtet zu werden.
Auch der gelungene Titeltrack hat es durchaus verdient hier Erwähnung zu finden. Bei „Without a view of things“ wird zunächst der Text in Deutsch rezitiert während sich die Instrumentalisierung langsam steigert – erst dann wird der Text auf englisch zum Besten gegeben.

Im Großen und Ganzen ist „Without a view of things“ durchaus gelungen. Es ist abwechslungsreich und stellt die Gefühlswelt allemal auf den Kopf.

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