Mit „With Teeth“ meldet sich NIN wieder zurück. An einigen Songs wirkte auch Ex-Nirvana Trommler Dave Grohl. Eines der sehr großen Alben dieses Jahr, auf das die hiesige NIN Gemeinde seit Jahren gewartet hat.
Einer der Wegbereiter des Industrial-Rock ist zurückgekehrt. Mit Halo 19 und dem betitelten Album „With Teeth“ meldet sich Trent Reznor zurück. Sechs Jahre nach dem letzten Studioalbum „The Fragile“ und etlichen Beiträgen dazwischen (u.a. „Deep“ zum „Tomb Raider“-Soundtrack), ist seit Anfang Mai das Album erhältlich.
Gerüchten zufolge hatte sich Trent Reznor sich zu diesem Titel entschieden, als jemand zu ihm meinte, dass „The Fragile“ zwar sehr genial geworden sei, aber an einigen Stellen einfach der Biss fehlte. Man weiß nicht, ob das der Grund war, warum er diesen Titel auswählte.
Sechs Jahre sind eine lange Zeit und auch in dieser Zeit entwickelt sich selbst ein Trent Reznor weiter, vor allem dann, wenn er sich schon jenseits der 40 bewegt (er hatte am 17.05.05 seinen 40.). Herausgekommen ist ein Album, was kontrovers und nach NIN klingt. Stellenweise 80er Synthie-Pop wie aus „Down In It“ und „Pretty Hate Machine“ Zeiten, aber auch zeitgemäße NIN-typische Rockmusik, wie sie auch schon auf „The Fragile“ zu hören war sind hier vertreten. An Wutausbrüche wie auf „The Downward Spiral“ erinnert „You Know What You Are?“. Das Äquivalent zu “Hurt” stellt “Right Where It Belongs” dar.
NIN sind schon zugänglicher als das Mammut-Werk aus dem Jahr 1999: hier ist alles kompakter und begeistert alle NIN-Fans gleichermaßen, da Trent Reznor mit seinen 40 Jahren noch keinen Deut leiser geworden ist. Ruhiger und ausgeglicher ja, aber nicht leiser.
Das hört man vor allen an der ersten Singleauskopplung „The Hand That Feeds“ heraus, was einen energetisch mireißt.
„With Teeth“ war nicht umsonst in den ersten Tagen restlos ausverkauft und die Konzertkarten gingen auch nicht ohne Grund weg wie warme Brötchen. Trent Reznor hat hier ein sehr großartiges Album abgeliefert, woran sich andere erst messen müssen. Und er hat wieder einmal die Messlatte auf eine unübertreffliche Höhe hochgelegt… aber mal ehrlich: haben wir irgendetwas anderes von NIN erwartet?
Autor: Eniz












