Am 04.04.2005 erscheint das zweite Album nach „Tiefenrausch“ der 1998 gegründeten Band. Das sich im deutschsprachigen Elektro plus Gitarrensound bewegende Quartett spielte bereits auf diversen WGT und M’era Luna Auftritten und konnte sich eine stetig wachsende Fangemeinde aufbauen.

Und nCor haben hier sowohl ein textlich, als auch musikalisch ausgereiftes Album vorgelegt. Sie spielen mit allerlei Elementen und bleiben dabei dezent und eindringlich. Am ehesten vergleichbar mit Melotron, nur mit mehr Gitarren. Abwechselnd treibend und dann aber auch wieder melancholisch-nachdenklich zeigen nCor, dass sie ihr Handwerk verstehen. Die Melodien gehen direkt in den Körper und in die Seele. Klare Pianoklänge werden hier mit Elektroelementen vermischt, was sehr gut klingt. Auch die Keyboardflächen bilden ein einzigartiges Klangbild und harmonieren perfekt mit dem Rest.
Wiedererkennungslogarythmen findet man hier zu Genüge.
Einziger Lebertrantropfen ist „Crime“, das einzig englischsprachige Lied. Irgendwie passt das nicht zu dem Rest und stellt sich als Outlaw da, wobei der Refrain schon gut abgeht. Aber nCor sollten meiner Meinung nach lieber im deutschen bleiben, das passt einfach besser.

Zusammenfassend kann man sagen, dass nCor mit dem zerschossenen Herz auf dem Cover wirklich hörenswert sind und sich nicht scheuen, verschiedenste Stile zusammenzufügen. Besonders gefällt das Pianogeklimper zusammen mit den Elektroeinflüssen, oder im letzten Lied die klaren Gitarren und das tragende Schlagzeug, was „Nimm Mich“ das letzte Geleit gibt und das Album abschließt.
Micha, Sebastian und Kevin heimsen sich hier einen Pluspunkt nach dem nächsten ein und spielen sich in das Herz des Hörers. Zum Quartett werden sie übrigens, weil sie tatkräftige Gesangs- und Synthieunterstützung vom langjährigen Tourmanager Osram erhalten.

Autor: Eniz

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