Paradise Lost sind zurück. Nach fast 3 Jahren erschien am 28.02.05 nun endlich das lang ersehnte zehnte Album mit dem einprägsamen Titel „Paradise Lost“. Die größte Frage war, wie dieses Album wohl klingen wird. Wird es eher an das stark elektronisch-poppige „Host“ oder an das moderne „Belive in Nothing“ erinnern? Beides ist weit gefehlt. Es ist kaum zu glauben, aber nach 15 Jahren Bandexistenz haben Paradise Lost den Weg zurück zur Dunkelheit gefunden.
Auf dem Album „Paradise Lost“ wird in erster Linie wieder verstärkt Gebrauch von wummernden Gitarren-RIffs gemacht, doch natürlich lebt die leidtragende Stimmung der Songs auch von Nick Holmes charismatischer Stimme und den nach wie vor illuminierenden elektronischen wie akustischen Akzenten. Diese Mischung macht das Album vielschichtig und atmosphärisch – vom düsteren Rock bis hin zum Gothic-Metal. Darüber hinaus hat Greg Mackintosh an seinem Songwriting gefeilt und nicht nur mit der verführerischen Single „Forever After“, sondern auch mit weiteren Single-Kandidaten „Grey“ oder dem verzweifelt schönen „Don´t Belong“ mit elegantem Piano- und Streicher-Intro erstklassige Ohrwürmer kreiert. Den letzten Schliff bekommt das Album durch „Over the Madness“ – ein schleppend, düsterer Song.
Mit diesem Album dürfte es Paradise Lost gelingen, verlorene Fans zurück zu gewinnen. Die Briten haben sich wieder in die Niederungen des Metal begeben und eine fantastische Platte erschaffen.
Spätestens mit diesem Album haben Paradise Lost den Gipfel ihrer unendlichen Traurigkeit, aber auch den ihres musikalischen Schaffens erklommen.












