Neues Label, neues Glück – nach kurzweiliger Auflösung melden sich Lake of Tears 2004 mit „Black Brick Road“ zurück. Der neu entflammte Enthusiasmus ist besonders durch die kraftvolle Umsetzung der insgesamt neun Songs spürbar, welche sowohl instrumental als auch gesanglich von langjähriger Erfahrung geprägt sind.

Der 1. Track „The greymen“ öffnet mit einem mystischen Intro die Türen zum neuen Werk und zieht den Hörer in schwungvollem Übergang hinein in eine Welt aus Rock, Metal und Roadhouse… Hier, wie auch im schwer 70er-Metal-lastigen „Black Brick Road“, gestaltet Sänger Daniel Brennare seine Stimme sehr rauchig. Der dem Album den Titel gebende Song wird nach eingängigem Intro mit Orgeln untermalt und lässt leichte Erinnerungen an die Filmmusik von „Natural Born Killers“ in einem aufsteigen.

Die Variationsfähigkeit Brennares verleiht den übrigen 7 Tracks starken Metal-Gesang zwischen Melancholie & Provokation. In „Sister Sinister“ übernimmt hingegen zunächst eine weibliche Stimme die Oberhand, um sich im folgenden Duett durch das rockige Stück zu räkeln. Während dieser Song geradezu naturbelassen wirkt, wird an anderer Stelle des Albums mit elektronischen Parts eine fast schon zu futuristische Wirkung erzeugt, welche disharmonisch zur übrigen Musik wirkt.

Alles in allem aber bietet „Black Brick Road“ Fans von Rock & Metal ein gut abgerundetes Album, dessen Songs Emotionen erzeugen und Unterhaltung bieten können. Wer aber Experimentierfreudigkeit erwartet, der ist mit diesem Zusammenschluss doch sehr ähnlich arrangierter Strukturen schlecht beraten.

Autor: Annemarie

Werbung
Redaktion
Unter diesem Benutzernamen werden Beiträge ehemaliger und freier Mitarbeiter zusammengefasst.