Nach dem Lobregen für ihr erstes Album „Antihero“ melden sich Final Selection mit einer E.P. in die Welt der Musik zurück. Auf ihrer CD mit 11Tracks präsentiert uns das Duo aus Plauen eine Zusammenstellung von Songs und Re-Mixen anderer Künstler, unter denen sich auch bekannte Namen wie Aslan Faction verbergen.

Die liebevoll gemachte E.P. ist unterteilt in 2 Sektionen: „Daydreams“ und „Nightshades“. Während man im ersten Teil die Songs der Band in Originalfassung geboten bekommt, wird im 2. nächtlichen Teil gemixt was das Zeug hält. Zwar sind Tag und Nacht total konträre Gegensätze, doch dies lässt sich die CD nicht anmerken. Beide Teile passen gut zusammen und man bekommt nicht den Eindruck, als hätten Final Selection einfach nur 6 Tracks als Lückenfüller reingeklotzt.
In „Daydreams“ wird uns angenehmer anspruchsvoller Synthpop präsentiert, der nicht nur durch seine vorbildliche Produktion glänzt. Die Bestandteile Drums, Vocals und Synthesizer verschmelzen liquide ineinander und schaffen eine individuelle und durchaus empathische Atmosphäre, in der der ein oder andere industriellere Effektsound gar nicht auffällt. Mit relativ modernen Sounds schaffen Riccardo Schult und Mario Tews komplexe Synth-Effektverläufe, die intelligent mit Gefühl den nachdenklichen Touch unterstreichen, wie man ihn bspw. von Depeche Mode oder Deine Lakaien kennt. Der Song „Jupiters Child“ beweist dies besonders gut.
Im folgendem Remix-Teil „Nightshades“ geht es etwas direkter zu. Die Sounds werden ein wenig industrieller, und mit Hilfe von u.a. Aslan Faction, Nam Nam Bulu und Z Prochek beweist das Final Selection-Material eine gewisse Clubtauglichkeit. Zwar drängen sich die straighteren Beats etwas mehr in den Vordergrund als im vorigem Kapitel, dennoch geht der Final Selection-Charakter nicht verloren .

Final Selection haben sich richtig Mühe mit dieser E.P. gegeben. Ohne großes Theater erschaffen sie dem Hörer intensive Höratmosphären, die intelligent und angenehm verpackt sind.

Autor: Francois

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