In Europa sind Velvet Acid Christ eine der etablierten Größen im Industrial/EBM-Sektor. Ob mit Tanzflächen-Hits wie „Futile“ oder mit EBM- Album Klassikern wie „Calling ov the Dead“, feierte VAC-Mastermind Bryan Erickson (alias Disease Factory) Erfolg für Erfolg in den abendländischen Regionen. Kaum vorstellbar erscheint uns, dass in den Staaten nie Material aus den alten Blütezeiten released wurde, obwohl Mister Erickson schon seit eh und je in Denver haust.
Um die Löcher im amerikanischem Markt zu stopfen, hat Disease Factory einen vierteiligen Backcatalogue veröffentlicht, der uns im 1. Teil an einem Mix aus Singles und Raritäten der Jahre 1996-2000 schnuppern lässt…
Mit dem „Futile Nazi Bastard Mix“ starten Velvet Acid Christ direkt mit einem Goa-Industrial-Feuerwerk, das einen genau zwischen die Augen trifft. In Europa kam der Track verdammt gut an und ist mittlerweile ein echter Tanzflächen-Klassiker der Szene geworden. Mal schauen, wie die Amerikaner darauf reagieren…
Das Konzept des Albums ist ziemlich gut durchdacht und mit schönem Artwork dekoriert. Man spürt förmlich, dass die Reihe ein kleines Dankeschön für die Fans ist. Aus fast allen VAC-Alben wurden Singles und passende Mixe dazugepackt. Und wem das nicht genug ist, der darf sich auf die Rar-Tracks am Ende der Platte freuen.
Alle 13 Tracks sind echte Kracher und bringen jeden Dancefloor zum Beben. Und genau danach wurden anscheinend die Tracks auch ausgewählt. Für ein Projekt, dass so viele Facetten hat wie Velvet Acid Christ, ist es schwer, eine Art „Best of“ zusammenzustellen. Es war keine schlechte Idee, sich auf die clublastigeren Songs zu fokussieren, ganz im Gegenteil: Von der ersten bis zur letzten Minute zeigt uns Erickson, was für eine Power er aus seinem HexFix93-Studio holen kann. Die Mixe sind nicht zu abstrakt und passen gut auf die Platte, wie die Raritäten, von denen The Hopeless besonders zu empfehlen ist.
Für die Fans in den USA ist „Between the eyes Vol.#1“ vielleicht mehr zu empfehlen als für die Europäer, da der ein oder andere Track bei einigen schon im Regal schlummern könnte. Dennoch bleibt der 1.Teil der Backcatalogue-Folge eine liebevolle Zusammenstellung rarer und druckvoller Songs, die einen Club auf den Kopf stellen könnten.
Autor: Francois












