Am 24.5. war es endlich soweit: das neue Album von Therion erschien, nach drei Jahren das erste Studioalbum der schwedischen Band um Christofer Johnsson. Es ist das nunmehr sechzehnte in der langen Geschichte von Therion, und die Kreativität reichte diesmal sogar für ein Doppelalbum!
Lemuria/Sirius B bietet Symphonic Metal mit weiblichen Opernchören kombiniert mit bissigem, männlichen Gesang.

Musikalisch ist alles dabei, harte Riffs, sägende Vocals, die sich mit dem zarten Sopran des weiblichen Parts zu einem Duett á la „die Schöne und das Biest“ paaren und orchestrale Klänge, die einem um die Ohren gehaucht werden. Nein, das war kein Tipp- oder Denkfehler, denn trotz der ausgefeilten Kompositionen klingt Lemuria/Sirius B irgendwie dünn.
Zu wenig Bass, zu wenig Klanggewalt, einfach zu wenig von dem, was sinfonischen Metal ausmacht. Der Aha-Effekt will sich beim Hören nicht wirklich einstellen. Vielleicht liegt es an der Produktion, die die Stimme des Sängers oft recht leise und nichtssagend erscheinen lässt und ihr keinen Raum gibt, sich zu voller Größe zu entfalten. Vielleicht muss man sich in dieses Doppelalbum auch erst hineinhören, um seine wahre Größe zu erkennen. Fans von Therion und dieser Art von Metal werden dieses Album aber sicherlich mögen.

Fazit: Dieses Album ist weder gut noch schlecht.
Die Kompositionen sind ausgereift und die Band gibt sich sichtlich Mühe, ihren Stil einen Schritt voran zu treiben. Es ist, alles in allem, ein durchaus hörbares Metal-Album. Dennoch gibt es keinen Anlass zu grenzenlosen Ehrfurchtsbekundungen an die Band von meiner Seite aus. Es gibt Bands, die das Kunststück, klassischen Gesang mit Orchesterklängen und Metal zu vereinen, besser meistern als Therion.

Autor: Jennifer

Werbung
Redaktion
Unter diesem Benutzernamen werden Beiträge ehemaliger und freier Mitarbeiter zusammengefasst.