„Was lange währt, wird endlich gut“, so sagt man.
„Gut“ ist in diesem Fall bestenfalls untertrieben, bringen
die fünf Finnen mit „Once“ ein Album allerster Güte heraus.
Was das Album so besonders macht? Schaut selbst…

Fast genau zwei Jahre ist das letzte Werk „Century Child“ alt,
Zeit genug, ein neues Album zu konzipieren, zu proben und einzuspielen.
Dass es nicht irgendein Album werden würde, dürfte für die meisten ja kein
Rätsel sein, gestalteten sich bisher alle Stücke der Melodic-Metaller abwechslungsreich
und einzigartig.

Dass für dieses Album aber das Londoner Session Orchester engagiert werden würde,
konnte anfangs keiner ahnen.
In der Tat erweitert das Orchester, das in letzter Zeit durch die Mitarbeit am „Herr der Ringe“-Soundtrack wieder in die Schlagzeilen geriet, die eher konventionellen Instrumente um
klangewaltige klassische Geigen, die gerade in den überlangen Stücken „Creek Marys Blood“ und
„Ghost Love Score“ zur vollen Geltung kommen.

Aber auch Nightwish selbst haben sich weiterentwickelt, um genauer zu sein, Bassist Marco Hietala, der
jetzt neben seinem Instrument ebenfalls seine Stimme perfekt beherrscht und im Wechselgesang
mit Tarjas klassischer Soprano-Opernstimme eindrucksvolle Ergebnisse erzielt.

Die musikalische Reise durch das insgesamt elf Stücke umfassende Album beginnt recht ruhig und
harmonisch, gipfelt aber spätestens bei Stücken wie „Dead Gardens“ oder „Romanticide“ in die
von Nightwish gewohnten epischen harten Klänge, die wie immer im starken Kontrast zur emotional
geprägten und ungekünstelten, gar zerbrechlich wirkenden Stimme Tarjas stehen.

Für den hartgesottenen Nightwish-Fan wird „Once“ die vorläufige Krönung aller bisherigen Alben
sein, haben Nightwish doch erneut bewiesen, dass sie sich musikalisch weiterentwickeln,
dabei aber immer noch ihren musikalischen Wurzeln treu bleiben können.

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