Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass sich XP8 als Band zusammenfanden, jedoch lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass die drei Musiker hinter diesem Projekt trotz alledem auf eine langjährige Musik- und Szeneerfahrung zurückblicken.
Nachdem bereits ihr erstes Demo „23 reasons“ Mitte 2001 für einige Aufmerksamkeit sorgte und sie letztes Jahr erfolgreich mit Assemblage 23 und Icon of Coil durch Italien tourten, folgt nun ihr Debüt „Forgive[n]„.

Wenn bis jetzt noch Zweifel daran bestanden, dass straighter EBM auch aus dem heißen Italien kommen kann, so räumen XP8 diese aus dem Weg und beweisen, dass sie genau die richtige Mixtur aus harten Beats und einer Prise Futurepop gefunden haben, um auch im kalten Norden Europas für gehörig Stimmung auf den Tanzflächen zu sorgen.

Forgive[n]„beginnt mit dem bezeichnenden Track „Warm up“, dessen Titel man sich zu Herzen nehmen kann, ist er doch tatsächlich eine Aufwärmübung und ein Vorgeschmack auf das, was das Album bietet, welches mit dem folgenden Track „Angel and the Beast“, einem sehr eingängigen und noch verhältnismäßig ruhigem Stück, offenbahrt, was wirklich in ihm steckt.

Das Album selbst ist durchwachsen – im durchaus positiven Sinne, denn selten ist ein Album derart abwechslungsreich und vielfältig gestaltet, wie es bei diesem Debüt der Fall ist.
Auf „Forgive[n]“ wechseln sich harmonisch-ruhige Tracks mit treibenden Rhytmen ab, die einen im Flug mitreißen und zum Tanzen animieren.

Die CD enthält 12 Tracks plus den sehr gelungenen Assemblage 23 Remix von „She Says“ und ist ihr Geld auf jeden Fall wert.
Unbedenklich zugreifen kann eigentlich jeder, Fans von Brachialelectro sollten sich den Kauf jedoch überlegen, wobei es ja noch niemandem geschadet hat, einmal etwas anderes auszuprobieren…

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