last3Das Last Cathedral ist der absolute Geheimtipp in der schwarzen Szene Berlins. Kaum eine andere Lokalität kann mit so vielen unterschiedlichen Partys, Lesungen und langen Nächten punkten, wie eben jene Bar unweit des Alexanderplatzes. Liebevoll eingerichtet bietet es dem geneigten Gothic, Metaller und anderen Wesen der Nacht das passende Umfeld, um die Zeit zu vergessen und endlich mal vernünftige Leute zu treffen.

Da sich ja auch die Künstler innerhalb der Szene frei bewegen können, sind bekannte Gesichter bereits oft gesichtet worden. An diesem Abend stand aber eine seltene Besonderheit an. Stefan Zwilling der Band „Tanzwut“ hatte mit seinen Freunden Jenny und Ronald zur „Mittelalter-Schlagerparty“ geladen. Genauere Hintergründe wurden bewusst geheim gehalten und so wucherten die Gerüchte und Vermutungen im Internet wild umher. Selbst auf dem Weg zum Last Cathedral wurden noch Mutmaßungen angestellt, was sich denn nun hinter diesem ominösen Titel verbirgt. Der Abend begann gewohnt entspannt, das Last Cathedral war sehr gut gefüllt und auch die Musikauswahl überzeugte. Der Mix aus bekannten Mittelaltersongs und neueren Werken von In Extremo, Subway to Sally und Tanzwut begeisterte die feierwütige Meute. Der Höhepunkt bildete aber das besagte Trio, als es die Theke enterte und ihre Interpretationen von „Herr Mannelig“ oder „Taubentritt“,  Stefan und seine Mitstreiter wurden abgefeiert, als o es kein Morgen geben würde.

last2Kaum jemand hat bisher das Last Cathedral in einen derartigen Rauschzustand versetzt, wenn man mal von der charmanten Bar-Frau absieht, die immer zuvorkommend die leeren Gläser befüllt. Jenny an der Geige bot eine grandiose Leistung und fiedelte, was das Zeug hielt, während Ronald mit seinen Ansagen das Publikum weiter anfeuerte und zu neuen Höchstleistungen trieb. Wie es aber so ist mit den Spielleuten durfte natürlich auch das „Gaudium Vita“ nicht zu kurz kommen und so unterbrach man den Auftritt, um sich bei Absinth und Bier etwas zu erholen, um die nächsten Großtaten vollbringen zu können. Mittlerweile hatte sich das Last Cathedral weiter gefüllt und auf der Tanzfläche herrschte die pure Ekstase. Kaum jemand, der nicht tanzte oder angeregt in ein Gespräch vertieft war. Nachdem die Musik wieder etwas ruhiger wurde, enterten Jenny und ihre Jungs die Thekenbretter zum zweiten Mal an diesem Abend.

Wieder wurden die „Mittelalterschlager“ ausgepackt. „Skudrinka“ und  der „Albanische Tanz“ verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Menge tobte, es gab kein Halten mehr. Nach einer guten halben Stunde allerbester Spielmannsmusik neigte sich der Abend der Live Musik dem Ende zu. Die Drei wurden abgefeiert von der Meute und man traf sich noch auf den einen oder anderen Drink, um die anstehenden Projekte zu besprechen und neue zu schmieden.

last1Fazit: Ein gelungener Abend für wenig Geld mit jeder Menge guter Live Musik. Wer immer noch sagt, Früher war alles besser, war bisher noch nie im Last Cathedral und/oder einer Live Veranstaltung von Stefan. Soviel Herzblut und Hingabe findet man heutzutage nur noch sehr schwer. Deswegen solltet ihr euch die nächsten Termine im Last Cathedral rot in eurem Kalender vermerken.

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