Nocturnal Culture Night 2011 - Bericht und Fotos

Als eines der letzten Festivals in diesem Sommer präsentiert sich das NCN auch 2011 wieder nur von seiner besten Seite. Bereits zum 6. Mal wurde nach Deutzen geladen, ein kleiner beschaulicher Ort in der Nähe von Leipzig in Sachsen. Hier geht es immer recht familiär und offen zu, man freut sich regelrecht auf diese 3 Tage voller „Familie“, Freunde, guter bekannter und Menschen, die Bekannte werden. Wie immer gut organisiert war für das akustische und leibliche Wohl in bestem Maße gesorgt.

In diesem Jahr auch wieder vertreten ein Mittelaltermarkt, entsprechendes Rahmenprogramm mit Lesungen und Modenschau. Und natürlich die über 30 Bands die binnen der 3 Festivaltage die schwarze Masse begeisterten. Alles verlief ruhig und gediegen, pünktlich und ohne Stress. Das macht dieses Festival so angenehm. Kein rumhetzen oder zu spät kommen… Nichts überschneidet sich und man kann in aller Ruhe von einem zum anderen Schauplatz überwechseln.

Am Freitag waren die Angereisten noch recht überschaubar, bot sich doch bereits zum Auftakt ein beachtliches Line Up an.

Einen kleinen Wehmutstropfen gab es dennoch: MYK JUNG und KLAUS MÄRKERT mussten ihre „Schementhemen“-Lesung die für den ersten Festivaltag geplant war leider absagen. Aber auch die verbliebenen zwei Lesungen von MARKUS HEITZ aus seinem neuem Fantasy Roman „Die Legenden der Albae“ und die der Bettina Bormann von der Band „Oberer Totpunkt“ konnten sich sehen lassen.

Perfekt organisiert war auch das Wetter für dieses Festivalwochenende. Man kennt es ja, die Nächte kühl und klamm, die Tage Sonnenbrandgefahr. Dieses Jahr war es durchweg sommerlichen warm bei 28°C, vor allem Sonntags wurden hier die Schattenplätze knapp. Die lauen Nächte machten das Festivalerlebnis noch angenehmer, denn man konnte sich noch bei den letzten Bands bewegen und fühlte sich nicht wie die Jahre zuvor wie das Michelin-Männchen.

DEN.C.T.BUG

So beginnt das Wochenende ganz im Sinne des Schwarzen Volkes! Nach einer halben Stunde Verzug beim Einlass ging es endlich los. Wer es sich schon einrichten konnte Feierabend zu machen startete um 17:40 Uhr mit DEN.C.T.BUG auf der kleinen Bühne in das diesjährige NCN Festival.

Bereits seit 2002 sind KIM HOFFMANN (Mikrofon, Produktion, Artwork) und MARKUS PAWLIKOW (Synthie, Produktion) musikalisch unterwegs.
Die vermutlich auch besten Freunde, dem Publikum wurde gleich die Story des gegenseitigen Trauzeuge-Daseins erklärt, haben in den noch frühen Stunden dieses Konzerttages alles gegeben um die vereinzelte Menschenmenge in Stimmung zu bringen. Es gelang ihnen meines Erachtens auch echt gut, mit viel Smalltalk und kleinen Witzen taute das Publikum, gestresst von der Anreise, nach und nach auf. Die Band hat bereits drei Alben veröffentlicht, das Letzte davon mit dem Namen „Deutschstunde“ erschien aber bereits 2008.

Der Momentan aktuellste Hit aus November 2010 „Glaubenskrieger“ fand ebenfalls seinen Platz im Set der 2 Jungs. Die Rolle als Opener ist sicherlich keine leichte, dennoch gefiel sie KIM und Markus sichtlich. Das verhaltene Publikum stieg leider nicht so recht auf die Dialoge ein und nach 30 Minuten waren hier auch alle Messen schon wieder gesungen.

Setlist: Elektrostadt / Nachtzug / Liebhaber / Straftäter / Kreuzzug / Gotteskrieger

 

Fotos DEN.C.T.BUG in der Fotogalerie

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Weiter geht’s mit GOLDEN APES auf der großen Bühne um 18:10 Uhr.
Schon etwas gereifter im Vergleich zu DEN.C,T.BUG sind die Rocker um PEER LEBRECHT (Gesang). Die Sonne strahlte noch immer und das Feeling von Wärme und dunkel düsterem Rock war einfach umwerfend. Die GOLDEN APES sind PEER LEBRECHT (Texte, Mikrofon), ERIC BAHRS (Gitarre), CHRISTIAN LEBRECHT (Bass), DIRK WILDENHUES (Gitarre), JOE FINCK (Schlagzeug) und GUNTER BUECHAU (Keyboard).

Das Repertoire war groß! Nach insgesamt 6 veröffentlichten Alben seit 1998 ist das auch kein Wunder. Die wahrscheinlich jedem bekannten Klassiker „Leaving Ground“ und „Lithium“ waren auch bei diesem doch leider recht kurzem Set vertreten. Gerade einmal 40 Minuten spielten die 6 Musiker. Peer wirkte etwas angespannt, immer wieder griff er sich an die Schläfen und verzog das Gesicht. Der Wetterumschwung schien im Kopfschmerzen zu bereiten, denn an der fabelhaften Akustik konnte man nichts aussetzen. Bereits 2008 waren die GOLDEN APES beim NCN dabei. Umso schöner ist es sie erneut auf dieser Bühne zu erleben.

Die ruhige, melancholische Grundstimmung der Songs blieb bis zum Ende des Auftritts auch im Publikum vorhanden. Ein gediegener Auftakt sozusagen. Aber man musste sich ja auch noch für 2 weitere Festivaltage die Kraftreserven einteilen.

Setlist: Devil / Leaving Ground / Ferryman / And thus he spoke / Lithium / Digging Towers / Satin Garden / The Happy Losers Sweet Delusion

 

 

Fotos GOLDEN APES in der Fotogalerie

 

 

 

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In der Zwischenzeit hatten NO MORE die kleine Bühne bezogen. Vor allem die etwas älteren Semester sollten sich über diese Band gefreut haben. Denn wer bereits seit 1979 besteht (auch wenn es zwischendrin Umstrukturierungen und Trennungen gab) hat es verdient auf diesem Festival vertreten zu sein. Nach der Auslösung der Band 1986 war es bis 2006 erst einmal still geworden. Anschließend veröffentlichte NO MORE aber wieder einige Werke. Von der ursprünglichen Besetzung sind nur noch ANDY A. SCHWARZ (Gesang, Gitarre) und TINA SANUDAKURA (Synthies) geblieben.

Man hat beim Zuhören ein wenig das Gefühl, als sei die Zeit stehen geblieben. Die Musik kommt mit minimalster Technik und Gestaltung aus. Etwas Unsicher waren die Blicke zueinander als die 2 ihr Set starteten. Passend zur vorangeschrittenen Uhrzeit wurde ruhig mitgeschwoft und die Körper schwangen seicht von links nach rechts. Party ist anders, definitiv. Eher etwas sphärisch muteten die Melodien und Bewegungen an.

Ihr größter Hit „Suicide Commando“ – nachdem sich die unter diesem Namen bekannte belgische Band benannt hat, wurde mit ordentlichem Jubel und fliegenden Armen im Publikum begrüßt. Auf der Bühne gab es allerdings kaum Interaktion. ANDY war am Mikrofon verwurzelt und konzentrierte sich auf die Gitarrengriffe und auch TINA kam nicht hinter ihrem Synthie hervor. Doch der recht ordentliche Applaus ließ den beiden dann doch etwas Spannung nehmen und die Mundwinkel zu einem Lächeln erheben.

Setlist: The Kores Of Stockholm / Dim The Lights / Midnight People & Lo-Life Stars / French Kisses / In A White Room / Something Grows Up / Suicide Commando / Sunday Mitternacht / Teenage Years / Schwarzen Mann Geseh’n / Zugabe: Caged Heat / A Rose Is A Rose / Maybe Some Day

 

 

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Nach diesen ruhigen Klängen musste das Publikum wieder fit gemacht werden – denn der Abend hat noch einiges zu bieten! Weiter geht’s mit GOTHMINISTER – große Bühne.
Leider war es noch etwas zu hell für eine Goth Metal Band… Um 19:30 Uhr wirkte die mystische Show nicht so ganz bedrohlich wie man es sonst kennt. Die Rauchbomben waren im Freien wesentlich angenehmer als zuletzt gesehen im Hangar beim M’era Luna Festival.

Dock das tat der Stimmung keinen Abbruch. GOTHMINISTER rockten die Kulturparkbühne und auch das Publikum mehrte sich allmälig. BJØRN ALEXANDER BREM, Kopf und Sänger von GOTHMINISTER, BJØRN AADLAND („Maschine“ – Gitarre), CHRIS DEAD (Schlagzeug) und HALFFACE, ANDROID (Keyboard) wissen genau wie man Goth Rock dem Volk näher bringt. Eine nicht neue aber dennoch eindrucksvolle Bühnenperformance gepaart mit düsteren Texten und Rockigen Beats begeistern seit über 20 Jahren die Schwarze Szene.

Standard im Programm ist auch die Geburt des „Anima Inferna“. Einen kleinen Schreck gab es, als dem Neugeborenen das Gesicht fehlte. Doch Papa Gothminister hatte das Körperteil schnell gefunden und präsentierte den Neuzugang hoch oben von der Leiter dem Publikum. Klassiker die „The Beats“ und „Liar“ fanden chronologisch im Set ihren Platz und so rockte GOTHMINISTER innerhalb von 40 Minuten den Park. Zum Schluss gab es einen Abschiedssong, der gleichzeitig eine Botschaft fürs Leben gab -„Happiness in Darkness“ war der letzte Gruß der Norweger an das sächsische Festivalvolk.

Setlist: Intro / The Beast / Stonehenge / Beauty After Midnight / Dusk Till Dawn / The Possession / Devil / Anima Inferna / Liar / Monsters / Dark Side / Open The Gates / Happiness in Darkness

 

 

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Nach der ganzen Aufregung von Neuerschaffung und Geburt wurde es auf der kleinen Bühne mit WHISPERS IN THE SHADOW wieder etwas stiller.
Schattig ist es in der Zwischenzeit auch geworden und so war das passende Ambiente für den folgenden Auftritt schnell erschaffen. Es erwartete die Zuschauer eine Mischung aus Psychedelic Rock und Goth Rock. Ashley Dayour, Sänger, Gründer und Kopf der Band, hat einen sehr eigenen Stil geschaffen. Hierzu kann man und möchte man nicht ausgelassen feiern sondern den Klängen lauschen und sich treiben lassen.

Gut um den Puls etwas herunter zu kühlen. Das letzte und vorerst sechste Studioalbum erschien 2010 mit dem Titel „The Eternal Arcane“. Doch auch in diesem Jahr gab es bereits eine limitierte DVD Veröffentlichung die „The Lightbringer“-EP vom April diesen Jahres. Dass die Band auch noch langem Bestehen noch den Zahn der Zeit trifft wurde beim Applaus deutlich. Nach nahezu jedem Stück wurden die Zahlreichen Musiker gebührend bejubelt. Hier gab es immerhin schon 50 Minuten Spielzeit die gefüllt wurde.

Setlist: Rites Of Passage / The Arrival / If Uriel Falls / The Lost Souls / Neither : Neither / The Lightbringer / Damned Nation / Amenta Descending / Blood, Sweat & Tears / Babylon Rising Part 1 / Babylon Rising Part 2

 

 

Fotos WHISPERS IN THE SHADOW in der Fotogalerie

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Das Beständigste ist ja bekanntlich die Unbeständigkeit… und so wechseln wir von ruhig, gediegen wieder zurück zur großen Bühne und krachenden Beats und viel viel elektronischem Einfluss mit TYSKE LUDDER auf der großen Bühne.

Nach und nach kam die Dunkelheit und das Publikum fühlte sich sichtlich wohler als bei 30° und Sonnenschein.
Es wurde laut, hart, elektronisch und aktionsgeladen. TYSKE LUDDER kommen ursprünglich aus der Wave und New Romantic Schiene, doch seit der Gründung 1989 hat sich einiges getan. Als deutsche Elektro-Band polarisieren die 3 Herren sehr gern und beschäftigen sich mit Themen die dem Jugoslawien-Krieg und der Vorherrschaft diverser Technologien. Mit wehender israelischer Staatsflagge betritt Frontmann und Sänger CLAUS ALBERS die Bühne. Energiegeladen und von links nach rechts flitzend kam richtig Stimmung auf. TL sorgen beim Publikum für so manchen Wippenden großen Zeh und vielleicht auch etwas mehr Schweiß bei den ausgelassen Tanzenden in den ersten Reihen. CLAUS ALBERS gab alles und performte einen Song nach dem anderen ausgelassen.

Ohne Pause wurde das vollgepackte Set durchgezogen. Unterstützt wurde CLAUS aus dem Hintergrund mit dunklen Shouts von OLAF A. REIMERS hinter den Synthies. Viel Freude war in den Gesichtern der Besucher zu sehen, als das Set nach einer Stunde vorüber war.

Setlist: Intro / Tempelberg / EUGENIX / Wie der Stahl / For Their Glory / Androgyner Held / Bastard / Pädophil / Canossa / Shokkz / Panzer / Zugabe: March / Merciless

 

 

Fotos TYSKE LUDDER in der Fotogalerie

 

 

 

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Die kleine Bühne hingegen ist wohl an diesem Tag für die etwas ruhigeren Acts vorbehalten. So spielen im Anschluss nun [:SITD:] ihr einstündiges Set.
Die bereits 1996 gegründete Futurepop-Band aus dem Ruhrgebiet ist unter den Elektro-Fans eine Institution. Richtige Bekanntheit erreichten die nunmehr 3 CARSTEN JACEK (Gesang), TOM LESCZENSKI (Synthies, Gesang) und FRANK D’ANGELO (Synthies, Gesang) durch ihren Hit „Snuff Maschinery“, der zum absoluten Club- und DJ-Dauerbrenner wurde.

SITD steht für „Shadows In The Dark“. Dunkel düster mit einem kleinen mystischen Hauch stellen sich Musik und Texte dar. Eingängige Melodie, tanzbare Beats und Texte mit Sinn und Verstand gekoppelt mit einigen Film-Sampeln machen das musikalische Bild von SITD aus. Ihr letztes Album „Rot“ veröffentlichten sie 3 im Oktober 2009.
Gleich nach den ersten Klängen von „Rot“ war klar, dass vor der kleinen Bühne der Kessel toben wird. Lautstark unterstützten die Fans CARSTEN JACEK, tanzten sich die Füße wund und bejubelten die Band nach jedem Song mit großem Applaus.

Beim sechsten Song „Suffering In Solitude“ trat TOM als Sänger in Aktion. Er selbst unterstützte anschließen weiterhin VNV Nation auf ihrer Tour. Zum Abschluss gab SITD noch ihren Hit „Snuff Machinery“ zum Besten. Darauf haben alle gewartet. Die Tanzfläche war voll, die Menschen glücklich und brannten darauf sich zu den treibenden Beats zu bewegen. Zum 15 jährigen Bandjubiläum in diesem Jahr wird es noch eine Special 4fach CD für die Fans geben, soviel sei vorab verraten.

Setlist: Rot / Catharsis (Heal Me, Control Me) / Rose-Coloured Skies / Kreuzgang / Herbsterwachen / Suffering In Solitude (by Tom) / Laughingstock / Lebensborn / Richtfest / Snuff Machinery

 

 

Fotos [:SITD:] in der Fotogalerie

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Mittlerweile ist es 23:00 Uhr und auf der großen Bühne werde die letzten Handgriffe getan um den Auftritt von KIRLIAN CAMERA vorzubereiten.
Das italienische Projekt aus dem Gründungsjahr 1980 war zuvor unter dem Namen „Suicide Commando“ bekannt, jedoch änderte ANGELO BERGAMINI später den Namen. In über 30 Jahren Bandgeschichte hat sich auch in der Besetzung einiges verändert und so ist die aktuelle Besetzung wie folgt: ANGELO BERGAMINI (Keyboard, Gesang), ELENA FOSSI (Gesang), KYOO NAM ROSSI (Gitarre), ANDREA ARTUSI (Bass) und ANDREAS LIESE (Synthies). Obligatorisch und Erkennungszeichen der Band ist die Maskierung des Frontmanns und teilweise auch die der Bandmusiker.

Musikalisch lassen sich Kirlian Camera schwer in eine Schublade ordnen. Die Sounds sind weitreichend von Dark-Ware, Elektro bis hin zu Neo-Folk Elementen. Gediegene Melodien und aufrüttelnde Shouts vermischen sich hier fließen. Ebenso Rock und Pop wird stellenweise verwendet. Die Stimmen von früher, die Band würde rechtsextremistische Gesinnungen haben, sind zwar leiser aber dennoch nicht völlig verstummt.

Doch das tut keinen Abbruch der Combo die Rolle des ersten Headliners beim NCN 2011 zuzuweisen.
Stilecht betraten die Musiker im Kampfanzug und maskiert die Bühne während das Intro „Black Tiger Rising“ lief und bleiben bewegungslos in einer Reihe stehen. Was fürs Auge bot ELENA die in hohen Lackstiefeln und mit kurzer Military-Panty das Publikum verzückte. Eine schöne Mischung aus Alt und Neu wurde zum Besten gegeben. Den Anfang machte „Winged Child Sitting on a Bench Watching Obscure Clouds Get Closer While People are Looking for a Shelter“ gefolgt von ihrem neuen Stück „Nightglory“. Das Set umfasste 14 reguläre und insgesamt nochmal 5 Zugabe-Tracks. Zum Abschluss wurde in der dritten Zugabe erneut „Nightglory“ performt. Das Publikum dankte es mit brausendem Applaus und Jubelgesang.

Setlist: Black Tiger Rising / Winged Child … / Nightglory / I’m not sorry / Hymn / Save me Lord / Immortal / After Winter / Size Zero / K-Pax / Edges / Blue Room / Eclipse / Odyssey Europa / Zugabe: Comfortably Numb / Heldenplatz / In the endless Rain / Erinnerung / Nightglory

 

 

Fotos KIRLIAN CAMERA in der Fotogalerie

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Nach einer Stunde Aufregung wurde es Zeit den ersten Festivalabend gediegen ausklingen zu lassen. Headliner für die kleine Bühne waren ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO die diesen Job mit Bravur erfüllten.

Als Mitternachtsspecial starteten die 4 Schweden im TOMAS PETTERSSON mit 10 Minuten Verspätung um 0:40 Uhr.
Die Band wurde 1993 gegründet und ist musikalisch in die Death Industrial und Apocalyptic Folk Ecke einzuordnen. Schwermütige Gitarrensounds und sphärisch-spirituelle Klänge sind genau das Richtige um diesen Abend ausklingen zu lassen. Schwere Kost, zumindest thematisch, begleitet die Band seit Anbeginn. Die Vergleiche und Gegenüberstellungen zwischen Leben und Tod, Lieb und Hass, dem Guten und dem Bösen werden immer dieser fokussiert.

Gesanglich wird TOMAS unterstützt von ROSE-MARIE LARSEN, und RONNIE BÄCK (Gitarre, Hintergrundstimme), FREDRIK LEIJSTRÖM (BASS) sowie AXEL MENZER (Percussions) verhalfen mit ihren Instrumenten zum typischen ORDO-Klang. Nach und nach lichteten sich die Reihen, die Camper konnten den Klängen von ORDO noch bis 01:30 Uhr lauschen und sich mit den klagenden, schweren Melodien zu Bett bringen lassen.

Setlist:Do Angels Never Cry And Heaven Never Fall / Which Words Confines The Truth / Reaping The Fallen / Sheep For A Lifetime Or Lion For A Day? / I Glorify Myself, the Peplexity of Hybris / Seduced By the Kisses of Cinnabar Sweet / Hell Is Where The Heart Is / A World Not So Beautiful / In High Heels Through Nights Of Broken Glass / Imbecile, My Idiot Lover / Zugabe: Three Is An Orgy, Four is Forever / A Song 4 Hate & Devotion

 

 

Fotos ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO in der Fotogalerie

Anschließend ab 01:30 Uhr startete die Aftershow Party für all die, die nicht genug Festival-Feeling bekommen konnten. Der NCN 6 – Auftakt war vollkommen gelungen. Zufriedene Besucher, ein reibungsloser Ablauf und ein ansprechend abwechslungsreiches Line Up und dazu noch gutes Wetter ließen die Vorfreude auf 2 weitere Festivaltage deutlich ansteigen.

Bericht & Fotos: Mandy Privenau
für Mindbreed

 

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Von Anfang an dabei, lag mein Hauptaugenmerk zunächst vor allem auf der technischen Realisation des Magazins. Inhaltlich habe ich mich über die Jahre vom Allrounder weg, hin zu den Bereichen Konzertfotografie und Newsredaktion entwickelt. Man trifft mich regelmäßig vor den Bühnen diverser Clubs in NRW, sowie auf meinen Pflichtfestivals (M'era Luna, Amphi Festival).