Dass VNV Nation-Frontman Ronan Harris ein überaus freundlicher wie redseliger Zeitgenosse ist, das dürfte mittlerweile sicherlich bekannt sein, und diese dumpfe Ahnung vermochte mein nervöses Gemüt dann doch wieder etwas zu beruhigen…Ich war doch recht froh, dass ich in meinem allerersten englischen Phone-Interview den guten Ronan an der Strippe hatte und ich wurde, in Bezug auf seiner freundliche, offene Art, glücklicherweise keines Besseren belehrt! Von einem Handy-bedingten Zwischenfall – welcher auf beiden Seiten für einen ausgiebigen Lacher sorgte – über alles Wissenswerte zum neuen Hammeralbum „Matter And Form“ bis hin zu seinen Zukunftsplänen und dem Jet Set-Leben eines Musikstars – Ronan nahm sich die Zeit, uns einen umfassenden Überblick über sein Schaffen als Künstler sowie seine Einstellung zum Leben – inklusive einiger philosophischer Exkurse – zu vermitteln. Doch lest am besten selbst, was der sympatische junge Mann alles zu erzählen hat!
Shirin: Hallo, Ronan!
Ronan: Hallo…entschuldige erst einmal die Verspätung. Ich gebe seit sieben Stunden Interviews und da kann es schonmal vorkommen, dass sich das etwas verzögert!
Shirin: Ist doch kein Problem! Aber, ich muss vorab erst einmal loswerden, dass das hier mein erstes englisches Interview ist und dass ich sehr nervös bin. Aber ich werde mein Bestes geben, o.k.?
Ronan: (auf deutsch) Also, du kannst mir die Fragen auch auf Deutsch stellen, wenn ich auf Englisch antworten kann!
Shirin: Wirklich?
Ronan: Na klar. Mein Deutsch ist nur halt nicht ganz so perfekt und von daher würde ich dann lieber auf Englisch antworten…
Shirin: O.K., dann machen wir das so. (Im Endeffekt hätte ich auch ruhig beim Englisch bleiben können, wie sich später herausstellte, da das stetige Umdenken von der deutschen in die englische Sprache manchmal recht komisch war, aber so war ich vielleicht doch etwas weniger nervös und fühlte mich irgendwie sicherer. Auf jeden Fall war das Angebot wirklich sehr zuvorkommend! Anm.d.Verfassers)
Ronan: Sehr gut!
Shirin: Also, dann das Allerwichtigste zuerst: Wie geht´s dir denn im Moment?
Ronan: Mir geht es sehr gut. Ich habe heute zwar quasi an einem Stück Interviews gegeben, aber ich bin sehr glückklich und es macht mir Spaß, mit Menschen zu sprechen. Darüber hinaus habe ich in den letzten Wochen non-stop an der geplanten Tour sowie an der Promotion unseres neuen Albums gearbeitet und es war sehr stressig. Insofern ist es sehr schön, mal einen Tag damit zu verbringen, mit Menschen zu sprechen und ihnen zu erzählen, was ich im letzten Jahr alles so getrieben habe. (lacht)
Shirin: Sicher, das kann ich mir vorstellen. Von wo aus rufst du denn gerade an?
Ronan: Ich bin zur Zeit in Hamburg.
Shirin: Ich habe gelesen, dass du dein komplettes Studioequipment in eine Art „Produzenten-Kommune“ in Hamburg verlegt hast…
Ronan: Ja, das ist richtig!
Shirin: Wie war es denn für dich, dort zu arbeiten?
Ronan: Also, ich brauchte einen Co-Produzenten für das neue Album und somit machte ich mir zunächst eine Liste mit vier Leuten, die dafür in Frage kommen sollten. Die Person, für die ich mich dann letztenendes entschied, auf die bin ich eigentlich eher durch einen Zufall gestoßen und das Studio liegt nur fünfzehn bis zwanzig Minuten von meinem Appartment in Hamburg entfernt, was natürlich schonmal ein „Bonus“ war. Als ich dann dort ankam, stellte ich fest, dass die Atmosphäre dort dermaßen kreativ und inspirierend war, dass ich unheimlich viel neues Material schreiben konnte, und ich beschloss, dort zu bleiben. Dort war ein freies Studio und als mich der Produzent fragte, ob ich es haben wolle, da sagte ich natürlich sofort zu…
Shirin: Dein Co-Produzent war doch der Gerrit Frerichs, richtig?
Ronan: Genau. Das stimmt.
Shirin: Und inwiefern hat er dir bei der Produktion des neuen Albums geholfen?
Ronan: (überlegt kurz) Wie erkläre ich das am besten? Also, als Produzent weißt du einfach, wie das ganze Studioequipment funktioniert, und Gerrit hatte auch eine ganze Menge an teurem Equipment im Studio. Ich hatte eine grobe Idee im Kopf, wie die ganze Sache klingen sollte und ich konnte ihm dann zum Beispiel sagen: „Ich möchte, dass dieser Song dieses Gefühl rüberbringt…Ich möchte, dass er diesen speziellen Vibe hat..“ und Gerrit hatte das Know-How, den Song dann auch genau so klingen zu lassen. Ebenso konnte er manche Stücke auch in ein unheimlich professionelles, sauberes Songgerüst kleiden und somit erzielte er genau die Resultate, die ich haben wollte. Er weiß einfach, wie man das am effektivsten umsetzt…Es war eine wirklich schöne Erfahrung, mit ihm zusammenzuarbeiten, und er verlieh dem Album unheimlich viel Detail, dadurch dass er immer wieder kleine Dinge einstreute, die der ganzen Platte so etwas wie eine extra Dimension, eine extra Bewegung und ein ganz besonderes Gefühl verpassten. Ich meine, ich schreibe die Songs, komponiere die Musik und verfasse die Texte und er arbeitet daran, fügt die Dinge ineinander und es klingt wirklich sehr, sehr gut!
Shirin: Mich würde mal interessieren, wo die Idee für den neuen Albumtitel herkam. Kannst du mir vielleicht mal erzählen, wie sich das entwickelt hat?
Ronan: Ja natürlich! Ich habe vor langer Zeit mal ein Buch gelesen, welches „Die Geschichte des Wissens“ hieß und sich mit den Grundbausteinen der Wissenschaft beschäftigte. „Matter And Form“ war ein Thema aus dem philosophischen Bereich, welches im antiken Griechenland entstand. Man wusste damals noch nichts Wirkliches über die Wissenschaft – sprich: Was genau ein Atom ist und so weiter – aber man versuchte sich mit der Frage auseinander zu setzen, was einen Menschen zu einem Menschen macht….Also, welche Teile sich zusammenfügen müssen, damit ein Mensch daraus entsteht. Man nahm ein Glas als Beispiel und versuchte daran festzumachen, dass man Dinge durch einen stattfindenden Prozess verändern kann. Also, man kann die Form des Glases durch einen speziellen Prozess verändern und somit ein anderes Objekt daraus machen. Im 17. Jahrhundert wurde diese Thematik ins Metaphysische übertragen: Ein Mensch hat ein gewissen Potenzial und wenn er es erkennt, dann er es dazu benutzen, es weiter zu entwickeln und somit etwas anderes daraus zu machen! Ich habe mich dann für diesen Titel entschieden, weil das Album von Veränderung handelt. Es geht darum, sich von einem Punkt zu einem anderen zu bewegen. Dieses Thema ist ein sehr spirituelles und emotionales Thema, welches mir sehr am Herzen liegt, weil wir alle irgendein Potenzial in uns tragen, welches uns zeigt, was oder wer wir werden können. Wir können dieses Potenzial erkennen und daraus eine besondere Gabe entwickeln, welche uns hilft, unsere Ziele zu erreichen…
Shirin: Mir ist bei einigen Songs von dir (z.B. die aktuelle Single „Chrome“ oder der Track „Epicentre“ von der „Futureperfect“) aufgefallen, dass du sehr tiefsinnige Texte schreibst. Wie wichtig sind dir deine Texte im Allgemeinen?
Ronan: Oh, die Texte sind mir unglaublich wichtig! Ich habe noch nie in meinem Leben einen Song gesungen, dessen Text nichts aussagte! Das sind meine persönlichen Gedanken und Gefühle in den Lyrics und das ist mir schon sehr wichtig! Es ist nicht immer einfach, für Leute aus zum Beispiel Deutschland den genauen Kontext der Texte zu verstehen, aber sie tragen immer sehr viel Tiefe in sich und haben oftmals vielschichtige Bedeutungen. Texte sind so wichtig! Ich könne niemals über etwas singen, das nichts ausdrückt, denn sonst wäre ich nicht mit vollem Herzen dabei…
Shirin: Als ich den Song „Epicentre“ zum ersten Mal hörte und mich daraufhin auch einmal näher mit den Texten auseinandersetzte, erschien es mir recht logisch, warum du diesen Titel für den Song gewählt hast, aber mich würde deine persönliche Meinung zu dessen Bedeutung in Bezug auf den Text dennoch interessieren. Kannst du mir dazu was erzählen?
Ronan: „Epicentre“ hat eine metaphorische Bedeutung! Ein Epizentrum ist ja immer das Zentrum von etwas (z.B. von einem Erdbeben oder einer Explosion). Der Song entstand in einer Phase, in der ich mich persönlich in einem ziemlichen Chaos befand und er sollte aussagen, dass ich jemand bin, der schon immer herumexperimentiert hat und sich weiter entwickelt, aber dass ich dennoch immer wieder zu mir (sprich: zu meinem Zentrum) zurückkehre. Die Bedeutung des „Epicentres“ ist, dass ich das Zentrum bin von allem, was mir in meinem Leben geschieht. Alle meine Handlungen bringen eine gewisse Konsequenz mit sich und insofern bringt auch jede meiner Handlungen eine gehörige Portion Verantwortung mit, da meine Handlungen die Menschen um mich herum beeinflussen können. Das ist jetzt nicht in einem arroganten Sinne gemeint! Eher geht es darum, dass ich das Epizentrum bin, von allem was ich tue – egal, ob das nun gute oder schlechte Dinge sind und dafür trage ich allein auch die Verantwortung…
Shirin: Sehr schön gesagt! Im Endeffekt ist es ja schon so, dass wenn man selber nicht mehr da ist, alles andere mit verschwindet (zumindestens in subjektiver Sicht).
Ronan: Genau!
Shirin: Um noch einmal auf euer neues Album zu sprechen zu kommen: Warum habt ihr den Song „Chrome“ als erste Singleauskopplung gewählt?
Ronan: Ich halte „Chrome“ zum einen für einen unheimlich treibenden, starken Song, und zum anderen finde ich, dass dieser Track auch sehr gut deutlich macht, dass es auf dem Album einige Änderungen im sound-technischen Bereich gibt. Sicherlich repräsentiert er nicht das komplette Album, aber er passt die hauptsächlichen Veränderungen sehr gut zusammen. Der Grund dafür, dass ich den Song im Vorfeld im Internet veröffentlicht habe, der besteht darin, dass ich es für wesentlich praktischer und sinnvoller hielt, einen Song rauszubringen, bevor das Album erscheint, damit meine Fans eine Art Vorgeschmack bekommen.
Shirin: Da hast du etwas Wichtiges angesprochen: Der Klang der neuen Platte ist wirklich sehr VNV-untypisch und er erinnert mich so ein bisschen an die achtziger Jahre. Was hast du denn vom Technischen her anders gemacht als sonst?
Ronan: Ich höre ja im Allgemeinen schon unheimlich viele verschiedene Musikrichtungen, und in der letzten Zeit habe ich mich viel mit der Musik der 70er und 80er Jahre beschäftigt. Ihr Sound war sehr organisch und sehr warm und ich wollte diesen Vibe auf meinem neuen Album einfließen lassen, da ich die elektronische Musik der 70er Jahre sehr schätze! Sie hatte einen ganz einzigartigen und untypischen Charakter. Also habe ich viele Synthesizer aus dieser Zeit benutzt – ebenso wie ältere Aufnahmetechniken, und so haben wir diesen organischen, rohen Klang auf „Matter And Form“ erzeugen können…
Cut. Ronan hält kurz inne, fragt mich, ob er mich in einer Minute zurückrufen kann. Ich bejahre und haargenau eine Minute später klingelt es und ich habe ihn wieder an der Strippe. Mein kleiner Spickzettel ist mittlerweile irgendwo unter meinem Schreibtisch verschwunden, aber das macht nichts und so geht es zackig weiter im Text:
Shirin: Hallo zurück. Also, was ich dich noch fragen wollte: Wenn du deine aktuelle Platte mit ihrem Vorgänger „Futureperfect“ vergleichst, wo siehst du da die hauptsächlichen Unterschiede – vom Künstlerischen und Musikalischen her?
Ronan: Die „Futureperfect“ variierte stilistisch sehr stark, aber dadurch fügte sich das Klangbild auch nicht ganz so fließend und schön zusammen, wie es das auf „Matter And Form“ tut. Meiner Ansicht nach ist „Matter And Form“ ein wesentlich runderes Album, welches den Fokus noch expliziter auf das richtet, was wir machen wollten… Ich glaube, dass ich es mit diesem Album noch besser geschafft habe, meine klanglichen Visionen umzusetzen als auf seinen Vorgängern. Ein anderer Aspekt wäre, dass „Matter And Form“ im Gesamten einen wesentlich positiveren Einschlag hat als die „Futureperfect“. Die „Futureperfect“ dreht sich thematisch eher um eine gewisse Niedergeschlagenheit, welche aus einer recht chaotischen Phase resultierte, in welcher ich feststellte, dass ich nicht glücklich mit meinem Leben bin und mich gefragt habe, warum das so ist und was ich dagegen tun kann. „Matter And Form“ zeigt quasi den Zeitpunkt auf, der danach kommt. Ich persönlich empfinde „Matter And Form“ als von der Grundstimmung her als eine wesentlich glücklichere und reifere Platte.
Shirin: Mir gefielen eure aktuellen PR-Bilder ausgesprochen gut. Vor allem das mit den vielen Uhren im Hintergrund und das mit dem alten Flugzeug. Kannst du mir vielleicht sagen, woher die Idee zu diesen Bildern kam und wer diese Bilder gemacht hat?
Ronan: Wir haben diese Fotos in Miami aufgenommen – so ganz im Sinne von internationalem „Jet-Set-Feeling“. Ich habe dem Fotografen gesagt, dass die Fotos einen gewissen Touch aus den 50ern und 60ern haben sollten. Vor allem in Bezug auf die damalige Technik, weil die damalige Zeit optimistischer und irgendwie unschuldiger war als die heutige und der technische Fortschritt damals zu einer ganz wichtigen Sache wurde. Das Flugzeug sollte das Gefühl von Reise und Aufbruch symbolisieren und erinnerte mich sehr an meine Kindheit, in welcher ich sehr viel gereist bin. Wenn man in den 50er Jahren mit einem Flugzeug reiste, dann war das noch ein richtiges Abenteuer! Das Bild mit den Uhren im Hintergrund entstand aus verschiedenen Gründen: Der Fotograf hatte ein Café entdeckt, in dem alles aus Chrom bestand und ich fand´ das natürlich perfekt, in Verbindung mit den Songtitel. Die Uhren repräsentieren ja die aktuelle Zeit aus vielen verschiedenen Ländern der Welt und „Matter And Form“ ist ein sehr internationales Album und es ist für jedermannn gedacht. Neulich hat mich ein Fan angeschrieben, welcher mir mitteilte, dass eine der Uhren im Hintergrund die Zeit in Rio de Janeiro anzeigte und dass sie von dort herkomme. Durch diesen internationalen Touch, welcher durch die Uhren aufkommt, fühlte sie eine Art Verbindung zwischen unserer Musik und ihr und das machte sie sehr glücklich. Sicherlich war das ein Zufall, aber ich finde es interessant, einmal so darüber zu denken! Darüber hinaus sollen die Uhren deutlich machen, dass die Zeit ständig fließt und dass es sehr wohl eine Verbindung zwischen den verschiedenen Ländern gibt. Im Endeffekt sind wir doch eine Welt und….(er unterbricht sich kurz) oh mein Gott, ich klinge ja wie Covenant! (wir beide lachen) Der Fotograf ist sehr berühmt in Amerika und er ist ein sehr guter Freund von mir. Ich glaube, das nächste Mal werden wir noch mehr Hintergrundgedanken in die Bilder mit einbauen…So dass verschiedene Bilder zusammen eine Art Geschichte erzählen oder so.
Cut Nr. 2: Ronans Erzählungen werden von meinem Handy, welches mir mit den Worten „If you don´t believe in the existence of evil – you have a lot to learn“ ankündigt, dass ich eine Textnachricht erhalten habe, unterbrochen. Noch während ich rot anlaufe und mich entschuldige, pfeffere ich den Störenfried in die linke Ecke des Zimmers und Ronan fragt mich lachend: „Was war das denn?? War das dein Hund?“ Ein wenig beschämt erkläre ich ihm, dass das mein Handy war und entschuldige mich noch einmal dafür, dass ich es nicht auf lautlos gestellt habe. Nach einem weiteren, erfrischenden Lachanfall auf beiden Seiten fahren wir fort:
Shirin: O.K….wo man gerade beim Thema Zeit und Internationalität ist: Du bist ja wirklich recht viel herumgekommen und führst ja schon so eine Art „Jet-Set“-Leben. Fehlt dir nicht manchmal ein „richtiges festes Zuhause“, oder ziehst du die Kraft aus einem Punkt in deinem Inneren, so dass du praktisch überall Zuhause bist?
Ronan: Gefehlt hat mir das nie wirklich, nein. Weißt du, ich bin ab und zu mal für vier Monate in Hamburg und dann reise ich wieder herum. Das ist normal in meinem Leben. Und ich mag dieses Gefühl, niemals zu stoppen, sondern immer im Fluss zu sein…Die kommende Tour wird ja auch wieder sehr umfangreich! Wir werden in Europa beginnen, dann nach Amerika, dann nach Kanada… ja, sogar auf Hawaii werden wir spielen! Dann geht es nach Australien weiter, dann nach Afrika und dann wieder nach Hause! Aber das ist es, was ich machen möchte! Ich liebe es! Man bekommt die Möglichkeit, fremde Länder zu erkunden und kann so viele Erfahrungen sammeln. Das ist wahnsinnig erfüllend! Reisen und mit Menschen auf der ganzen Welt zu sprechen, das war schon immer ein Teil meines Lebens. Ich habe Freunde in Japan oder in Amerika und denke oft daran, wie spät es jetzt wohl bei ihnen sein müsste. Das ist eine verrückte Sache! Je mehr du umher reist, umso bewusster wird dir, wie klein die Welt letztenendes doch ist!
Shirin: Ich stelle mir das auf eine Weise wirklich sehr befreiend vor, weil man dadurch diese „imaginären Alltagsgrenzen“ überwinden kann und einfach mehr erfühlen und erfahren kann als jemand, der jeden Morgen früh aufsteht, seinen Job macht und abends wieder ins Bett geht.
Ronan: Ich habe dieses „Arbeiten von 9-5 Uhr“ seit über fünf Jahren nicht mehr gemacht und ich vermisse es kein bisschen! Ich habe als Projektmanager in einer großen Firma gearbeitet und war Computertechniker für viele Jahre. Da habe ich in meiner freien Zeit Musik gemacht, bis VNV Nation mit der Zeit immer größer wurde und jetzt, wo das mein Hauptberuf ist, muss ich sagen, dass mich dieses Leben sehr erfüllt und dass ich diesen „Arbeits-Alltags-Trott“ kein bisschen vermisse!
Shirin: Als letztes wäre es ganz lieb, wenn du mir ein bisschen von deinen Plänen für die nahe Zukunft und von deinen persönlichen Wünschen berichten könntest!
Ronan: Also ersteinmal steht ja die Welttournee an und wir überlegen auch, den Song „Homeward“ als nächste Single zu veröffentlichen. Darüberhinaus planen wir derzeit etwas, das die VNV-Nation-Fans sicherlich lieben werden! Etwas, das seit Jahren ein Traum von mir ist. Aber das soll eine Überraschung bleiben und wird noch nicht verraten!
Shirin: Da darf man ja gespannt sein! Dann danke ich dir ganz herzlich für das ausführliche Interview und wünsche dir alles, alles Gute für die Zukunft!
Ronan: Ich danke dir! Und ich hoffe, man sieht sich auf irgendeinem unserer Konzerte demnächst…
Shirin: Damit ist sicherlich zu rechnen! (beide lachen)
Autor: Shirin












