Ich hatte am 21.02.2005 im Rahmen des Within Temptation-Konzerts in Stuttgart die Möglichkeit mit den beiden Bandmitgliedern Robert und Martijn zu plaudern. Die beiden haben mir alle Fragen gerne beantwortet und hier könnt ihr nun alles Wissenswerte, u.a über die Tour und die Arbeit am neuen Album, nachlesen.
Eva: Wie ist Eure Tour bisher verlaufen?
Robert: Bis jetzt war es sehr gut. Das Publikum war fantastisch. Das einzige was stört ist die Grippe – sie geht im Bus umher.
Martijn: Im Moment bin ich an der Reihe und derjenige der stirbt. Sharon hatte die Grippe als Erste, dann die Crew. Sie macht die Runde.
Eva: Also hat sie jeder zu jeder Zeit. So versichert ihr Euch dass sie nicht verloren geht.
Martijn: Ja, allerdings.
Robert: Sie bleibt bei uns. Wir stecken uns gegenseitig an.
Eva: Hattet ihr ein Erlebnis auf eurer Tour an das ihr euch erinnern könnt? Etwas Lustiges zum Beispiel?
Robert: Es passieren immer dumme Sachen, irgendetwas geht kaputt, irgendjemand fällt hin – meistens ich.
Martijn: Gestern musste ich auf die Toilette, ich musste so dringend. Das Intro für die Zugaben hatte schon begonnen und ich musste mich beeilen.
Eva: Habt ihr so wenig Zeit bevor ich auf die Bühne zurück müsst?
Robert: Wir waren schon 5 Minuten von der Bühne unten, dann wurde es langsam Zeit zurückzukehren.
Martijn: Jeden Tag passiert etwas Besonderes.
Eva: Ok. Dann kommen wir mal zu Eurem neuen Album „The Silent Force“. Ihr habt Gold bekommen. Herzlichen Glückwunsch.
Robert: Danke. Wir sind auf dem Weg zu Platin.
Eva: Und beide Singles „Stand my Ground“ und „Memories“ sind in den Charts. Richtig?
Martijn: Ja, ich denke doch.
Robert: Die eine fällt raus, die andere kommt rein. Deshalb bin ich mir gar nicht so sicher. Das ist alles etwas verzwickt.
Eva: Wo seid ihr die größten Unterschiede zwischen eurem Album „The Silent Force“ und „Mother Earth“?
Robert: „Mother Earth“ hat der Band vieles ermöglicht. Dank „Mother Earth“ konnten wir bei „The Silent Force“ die Dinge tun von denen wir schon immer geträumt haben – wir hatten zum Beispiel ein richtiges Orchester. Denn plötzlich hatten wir das Budget um das tun zu können. Wir haben mit einem richtigen Chor gearbeitet und sehr viel Feinarbeit geleistet um es für uns so perfekt wie möglich zu machen. Und genau das ist der größte Unterschied für uns. Ich denke das Basisgefühl ist bei beiden Alben gleich, aber bei „The Silent Force“ hatten wir viel mehr Möglichkeiten es auszuarbeiten, denn wir hatten mehr Zeit.
Ein weiterer Unterschied ist, dass „Mothear Earth“ zum größten Teil von Sharon und mir geschrieben wurde. Bei „The Silent Force“ hat jeder Ideen mit eingebracht, wir haben viele unterschiedliche Arten des Schreibens ausprobiert und auch mehrere Blickwinkel mit einbezogen. Das macht die Lieder sehr abwechslungsreich.
Eva: Wie kann ich mir das Schreiben vorstellen? Hat einer von Euch eine Idee, schreibt es auf und kommt dann zu den anderen und sagt: Lasst uns diesen Song machen? Oder sitzt ihr alle um einen Tisch und jeder steuert etwas bei?
Robert: Es kommt darauf an. Jeder kann mit Ideen kommen, es ist jedem selbst überlassen zu schreiben. Aber die meisten Ideen entstehen in Kombinationen – wir spielen zusammen und manchmal kommt etwas Gutes dabei raus und manchmal etwas Schlechtes. Manchmal kommt auch jemand mit einer Idee die im Grunde komplett ist – das kann auch passieren. Wir versuchen die Kombination der schreibenden Bandmitglieder immer ein wenig anders zu gestalten, dadurch entstehen sehr unterschiedliche, frische und neue Sachen.
Eva: Wird es eine weitere Singleauskopplung aus „The Silent Force“ geben?
Martijn: Ich denke schon, aber wir wissen noch nicht welcher Song es sein wird.
Eva: Wer entscheidet ob es eine weitere Single geben wird und welcher Titel released wird?
Martijn: Ich denke das ist immer eine Kombination.
Robert: Ja, das ist es. Meistens haben wir die gleichen Ideen wie die Plattenfirma. Am liebsten würden wir jeden Song veröffentlichen. Wir sind sehr glücklich, dass wir viele Singles veröffentlichen können.
Eva: Habt ihr Pläne für ein neues Album?
Martijn: Ja, schon. Das Hauptproblem ist Zeit zu finden um sich hinzusetzten. Auf der einen Seite denkst du Dir alles ist fantastisch und es läuft so gut, aber auf der anderen Seite weißt du, du musst Zeit finden um zu schreiben. Wir müssen den besten Mittelweg für uns finden.
Eva: Ihr arbeitet also dran.
Martijn: In gewisser Weise. Wir fangen gerade an.
Robert: Nach der Tour gehen wir auf eine „writing session“.
Eva: Das funktioniert? Wenn du weißt, du bist hier um zu schreiben und du musst jetzt was tun?
Robert: Manchmal. Meistens haben wir schon Ideen, kleine Ideen, die wir dann ausarbeiten.
Eva: Was plant ihr noch für 2005?
Robert: Viele Festivals in vielen Ländern, viel Musik machen. Wir werden unter anderem auch nach Japan gehen und hoffen auch etwas anderes als Studios und Hallen von dem Land zu sehen. Wir werden sehr viel unterwegs sein und sehr viel zu tun haben.
Eva: Ok, das wars. Vielen Dank für Eure Zeit.
Robert: Bitte.
Martijn: Kein Probem.












