Brat Pack, nicht zu verwechseln mit Rat Pack, der legendären Musiker-Gruppe rund um Frank Sinatra, ist eine Begrifflichkeit, die ihren Ursprung in der Kino- und Schauspielerwelt der 80er Jahre findet und grob übersetzt einen „Haufen Gören“ bezeichnet.


Ob an den 5 Gören von Brat Pack gute Schauspieler verloren gegangen wären, lässt die inzwischen zweite Veröffentlichung der Niederländer leider offen. Dass die Skate-Punks aus dem Nachbarland jedoch ihr musikalisches Handwerk blind beherrschen, beweisen Brat Pack dafür umso eindrucksvoller.


Dass bei diesem Bandnamen nicht mit soften Weichspül-Klängen zu rechnen ist, liegt eigentlich auf der Hand und so überrascht es kaum, dass „Stupidity Returns“ ohne Umschweife mit aggressivem und kompromisslosen 80ties meets Hardcore meets California-Punk voranpreschen und dabei gnadenlos in die Vollen gehen. Bisweilen ohne Atempause zu gewähren folgt ein Track auf den nächsten, dass es einem manchmal sogar entfällt den Übergang zu bemerken. Dies wiederum fällt nicht negativ ins Gewicht, sondern schmeichelt perfekt dem Album, das der Bezeichnung „wie aus einem Guss“ somit mehr als gerecht wird.


Perfekt untermalt wird der oldschool-lastige Sound von Brat Pack von Sänger Kennys Stimme, die genauso rotzig und frech daher kommt, wie die Musik der Niederländer selbst.


Die insgesamt 11 Songs überzeugen durch Energie, Abwechslungsreichtum und greifbare Lebendigkeit. Man kann förmlich spüren, dass man es hier mit Künstlern zu tun hat, die mit Herz und Seele hinter ihrer Arbeit stehen. Gefangene sollen hier zweifelsfrei nicht gemacht werden, die treibenden Melodien reissen einen mit, ob man will oder nicht.


Fazit: Mit ihrem zweiten Silberling servieren Brat Pack ein rundum stimmiges Album, das unglaublich viel Spass macht zu hören und an dem es einfach nichts zu kritisieren gibt. Schade bleibt allein, dass der fetzige Punk-Zauber nach gut 25 Minuten Spielzeit schnell wieder vorbei ist.

Aber wer hier, nachdem der letzte Ton verklungen ist, nicht automatisch die Repeat-Taste betätigt, ist einfach selber Schuld!


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