Baroness PurpleÜber die Weihnachtsfeiertage kehrte auch bei uns in der Redaktion besinnliche Ruhe ein. Das bedeutete auch weniger Rezensionsmaterial. Doch eine CD hat sich trotzdem bei uns eingeschlichen. Das aktuelle Album Purple ist meine erste Berührung mit der Band Baroness. Und damit direkt zur Sache.

Artwork: Das phantasievoll gemalte Cover ist etwas seltsam, aber man kann es sich mehrere Minuten anschauen und inne halten, weil es wirklich faszinierend ist. Im schlanken Booklet gibt es dazu noch die Songtexte.

Tonqualität: Die Tonqualität ist top. Sowohl der Gesang als auch insbesondere die elektronischen Saiteninstrumente kommen sehr fett und sauber rüber.

Musik: Der Opener „Morningstar“ knallt direkt rein. Den Hörer erwarten finsteres Saitengeschrammel und düsterer Gesang. Und trotzdem bleibt es unter dem harten Kern melodisch. Wenn man die Härte etwas rausnehmen würde, könnte es durchaus ein Pink Floyd Song sein. Auch das darauf folgende „Shock Me“ ballert sofort aus den Lautsprechern. Das Lied ist noch etwas schneller und auch hier ist der Gesang düster und melodisch. „Try To Disappear“ ist am Anfang etwas ruhiger und klingt beinahe nach einer Ballade. Doch bereits nach den ersten Takten wird das Tempo angezogen und es gibt wieder fetten progressive Metal auf die Ohren. „Kerosene“ und auch Titel 7, „The Iron Bell“, sind schnelle Rocknummern. Hier werde ich an Hits von HIM erinnert, wobei Baroness noch eine Zahn härter sind. Als besonderen Anspieltipp möchte ich Lied 5 „Fugue“ erwähnen, das perfekt für eine Verschnaufpause geeignet ist. Das Lied ist eine langsame Ballade mit Elementen aus dem Psychedelic Rock à la Procol Harum. Dadurch ist der Titel eine wirklich spannende Nummer. Auf dem Rest der CD gibt es keine großen Überraschungen mehr, wobei die Qualität der Musik konstant bleibt und keine Langeweile aufkommt.

Fazit: Purple von Baroness ist ein wirklich spannendes Rockalbum. Nach mehrmaligem Hören der CD bin ich wirklich vom Kontrast aus musikalischer Härte und poppigen Melodien fasziniert. Beim ersten Hören ist die Musik wirklich hart und schroff, doch wenn man sich auf die Band einlässt, verbirgt sich dahinter fast massentauglicher Pop. Ich kann die CD jedem Rockfan empfehlen, denn solche Musik hört man nicht alle Tage.

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