Nachdem das Stück „Gott ist ein Popstar“ zunächst bei einigen Anhängern des christlichen Glaubens für Ärger sorgte (Mindbreed berichtete), geht der Ärger jetzt in eine neue Runde:
Der Auftritt auf der diesjährigen Echo-Verleihung wurde gecancelt, das Stück fast bundesweit in den Radios boykottiert.
Nachdem vor gerade einmal zwei Wochen eine verbindliche Zusage für den Auftritt auf der Echo-Verleihung seitens der Veranstalter erteilt wurde, wurde dieser wenige Tage später überraschend gecancelt.
Grund: Im Kontext der aktuellen internationalen Debatten zum Thema religiöse Karrikaturen sahen sich die Veranstalter nicht in der Lage den Auftritt mit ihrer moralischen und gesellschaftspolitischen Verantwortung zu vereinbaren.
Selbige Argumentation kommt auch von den meisten Rundfunkanstalten: Bislang wird „Gott ist ein Popstar“ nur auf wenigen privaten Sendern ausgestrahlt.
Auch eine öffentliche Erklärung von Sänger Dero zu diesem Stück scheint wenig zu bringen.
Wurde parallel zur Karrikaturen-Diskussion noch vom wertvollen Gut der Kunst- und Meinungsfreiheit gesprochen, wird dies auf anderer Ebene ignoriert.
Dero äußert sich dazu:
„Auf der einen Seite verlangen wir als westliche Gesellschaft von anders Gläubigen mehr Gelassenheit im Umgang mit kritischen Sichtweisen ihrer eigenen Religion. Auf der anderen Seite begegnet uns jetzt im eigenen Land eine Haltung, die dem völlig widerspricht!“












