Die vorletzte Station der „Namenlos“ Tour von L’âme Immortelle war Nürnberg. Am 25.02.2008 machten Sonja und Thomas hier Halt. Unterstützt wurde die Band von Thomas Sabottka, der als Special Guest die Tour begleitete. Als Vorband machten Beyond the Void und Übermutter eine richtig gute Figur.

Der Hirsch in Nürnberg war mit 250 Leuten gefüllt, als Beyond the Void um 20Uhr den Abend eröffneten. Die sechs Jungs, die ihre Musik selbst als Gothic Metal bezeichnen, heizten dem Publikum kräftig ein und machten Lust auf mehr. Anhand des Bandnamens, war mir klar, dass die Jungs eher die härtere Gangart einschlagen werden. Ich erwartete alles andere, aber keinen cleanen Gesang. Hier ein großes Lob an Frontmann Daniel Pharos, der wirklich eine fantastische Stimme hat und jeden Ton traf. Der Mix aus Gothic Metal und Rock´n Roll kam beim Publikum an und war ein toller Einstieg in den musikalisch abwechslungsreichen Abend.

Nach Beyond the Void kam der nächste musikalische Überflieger, genannt Übermutter. Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde und war gespannt.

Die Musik von Luci van Org und Band ließ sich am ehesten als Rock-Metal-Industrial bezeichnen. Dieser Mix, zusammen mit eingängigen, provozierenden, deutschen Texten und der unglaublichen Stimme Luci van Orgs machte wirklich Spaß. Die Stimmung war kaum mehr zu bremsen, Übermutter schlugen ein wie eine Bombe. Für den Applaus bedankten sie sich immer wieder brav mit „Übermutter dankt überschwenglich“.

Diese Band zeigt auch, dass Mädels moschen können, denn sie besteht aus 4 Frauen und einem Mann. Uniformen, Korsetts und Schiffchen auf dem Kopf, ein Mikrophon mit einer Peitsche dran, die dominante Art der Übermutter mit ihren Kindern, dem Publikum, zu sprechen, verleiht der Band eine gewisse Einzigartigkeit und auch das Hinsehen macht richtig Freude.

Vor der Tour mit L’âme Immortelle, haben Übermutter noch nie Live gespielt, das heißt, es war in Nürnberg ihr siebtes Konzert. Wir werden hoffentlich mehr zu hören bekommen.

Nach Übermutter war es dann endlich soweit. L’âme Immortelle betraten die Bühne. Genau genommen betrat erst einmal Thomas Sabottka die Bühne und eröffnete mit nachdenklichen Worten die Show. Thomas, Sonja und Band luden ein zu einem Abend, der einmal quer durch die Discographie führte. Nicht nur Titel des neuen Albums „Namenlos“ , wie z.B. „Es tut mir leid“, wurden gespielt, sondern auch Songs wie „5 Jahre“, „Phönix“, „Ich gab Dir alles“, „Bitterkeit“, „Fallen Angel“, „Aus den Ruinen“ und „Stumme Schreie“.

Immer wieder kam Thomas Sabottka zurück auf die Bühne und gab als Clown seine nachdenklichen, zu den Songs passenden Worte zum Besten. Wie immer, legten L’âme Immortelle live eine etwas härtere Gangart ein als auf den Alben, was aber nur Positives mit sich bringt. Das Publikum war begeistert und wollte L’âme Immortelle nicht von der Bühne lassen.

Drei mal durfte die Band zurück auf die Bühne um Zugaben zu geben. Als Ausklang des Abends konnte man, in alter gut bekannter Manier, alle Bands am Merch-Stand wiedersehen, sich unterhalten und Autogramme holen!

Rundum war der Abend im Hirsch in Nürnberg ein sehr gelungenes, musikalisch abwechslungsreiches Schauspiel!

Konzertfotos auf mindbreed.de

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