Auf dem mittlerweile siebten Teil der Compilation findet sich alles, was zur elektronischen Musik gehört: Electro, Techno, Industrial, Electro Pop, EBM,…

Dementsprechend groß dürfte die Zielgruppe der DCD + DVD Veröffentlichung sein. Ganz klar spricht der Sampler die schwarze Szene an, finden sich doch hier zahlreiche Szenegrößen aus den Clubs mit teilweise raren oder exklusiven Tracks.

So steuern The Retrosic beispielsweise “Feeding Time” bei, während AutoAuto mit “Hastwerk” vertreten sind. Interessant dürften für Freunde tanzbarer Musik vor allem die zahlreichen Remixe bereits bekannter Tracks sein wie z.B. Project Pitchforks “If I could” im AE 7 Mix oder “Digital Love” von Frozen Plasma Sänger Felix Marc im Room 805 Mix. Auf den beiden CD’s finden sich jede Menge Songs, die an die 80iger erinnern – egal, ob Ticons “Models on cocaine” oder “13 Dobermanns” von The Horrorist im Advent Remix. Bei vielen Tracks standen ganz klar Kraftwerk Pate, die Effekte sind größtenteils sehr ähnlich. So hat man immer wieder beim Anhören das Gefühl, das ein oder andere aus den Songs in irgendeiner Form woanders schon mal gehört zu haben.

Auf den CD’s befinden sich auch einige Stücke, die eher an die Neue Deutsche Welle (Grossstadtgeflüster “Lebenslauf”) denn an die schwarze Szene erinnern, doch gerade diese unglaubliche Vielfalt ist ein Vorteil von ADVANCED ELECTRONICS VOL. 7. Das mag für den einen oder anderen etwas zu querbeet sein, doch bietet es anderen wiederum die Chance, ihren musikalischen Horizont zu erweitern.

Auf der DVD sind leider keine raren und exklusiven Tracks, dafür öffnet man hier auch nicht elektronischen Acts die Pforte. Die DVD könnte glatt als eine für die schwarze Szene gemachte DVD durchgehen, sind doch hier Camouflage (“We are lovers” (Live in Dresden)) und Welle:Erdball (“Ich bin aus Plastik” (Live in Dresden)) neben Mina Harker (“Tiefer”) und den Deathstars (“Blitzkrieg”) vertreten.

Das Konzept, eine Veröffentlichung für Hörer elektronischer Musik zu machen, geht auf den beiden CD’s völlig auf. Der Audio-Anteil ist absolut clubtauglich und entfaltet seine Stärken vor allem bei aufgedrehter Lautstärke. Die DVD macht da eine Ausnahme, da hier auch rockigeren Acts eine Plattform geboten wird. Insgesamt jedoch spricht diese Veröffentlichung eher Hörer aus der schwarzen Szene denn der breiten Masse an.

Autor: Katrin

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