Bei der Iserlohner Band und ihrer Veröffentlichung “Tesno” fällt sofort das Cover ins Auge: Ein verzerrtes Gesicht auf der Hülle, die Lyrics teilweise in Spiegelschrift, rot und weiß sind hier die bestimmenden Farben.

“Ihr seid alle krank, denn ihr hört uns” – so das Motto der noch jungen Band. Im Januar 2004 gegründet, ist “Tesno” ihr Debut. Nach zahlreichen Line-Up Wechseln besteht sie heute aus Kay “Nemo” Plaeßmann (Gesang), André “Metal Gandalf” Terp (Gitarre) und Philip “Roger” Lahrmann. Die Sprengung jeglicher festgelegter musikalischer Wege, das Abweichen von der Norm ist das Ziel von Schizophrenic Voices. Ihre Musik bezeichnen sie selber als “Free Metal”. Mich erinnern die Songs stellenweise stark an Motörhead. Der Refrain von “Leading light” könnte auch von den Engländern stammen. Ansonsten ist der Stil der Schizophrenic Voices sehr schwierig zu beschreiben. Viele der elf Tracks haben, so scheint es, keine fixe Songstruktur, die Songs “leben” sozusagen und entwickeln sich im Laufe der Minuten. Der Songaufbau ist nicht klassisch im Sinne von Vers I, Chorus, Vers II, Chorus.

Das macht mir das dauerhafte Zuhören sehr schwierig. Einzig “Twilight” sowie “Once upon a time it was a ballad” bleiben dauerhaft im Ohr. “Twilight” ist leicht melancholisch, während “Once upon a time…” seinem Namen alle Ehre macht. Ein sehr verträumtes Stück und ein schöner Ausklang des Albums.
Alle übrigen Lieder sind sehr schwerfällig und auch die Stimme von Sänger Kay “Nemo” Plaeßmann ist ohne jeden Wiedererkennungswert. Auch die Produktion klingt nicht zeitgemäß. Dennoch kann die Band auf zahlreiche Gigs und Auftritte zurückblicken. Es scheint, als sei die Band vor allem live ein Erlebnis.
Für mich ist bei dieser CD das Cover noch das ansprechendste und interessanteste. Mit der Musik der Iserlohner konnte ich mich trotz zahlreicher Versuche nicht anfreunden.

Autor: Katrin

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