Die Heavy Metaller von Infinite Horizon legen mit “Soul Reducer” ihre vierte Veröffentlichung vor. Ihren Musikstil bezeichnen die sechs Musiker als Heavy Metal, was aber definitiv zu tief gestapelt ist. Denn klassischer Heavy Metal reicht ihnen nicht.
Sie mischen harte Gitarren mit cleanen Voices, atmosphärischen Keys und nicht zuletzt einer Prise Eingängigkeit. Die Synthesizer und Keyboards erinnern eher an Gothic Metal, obwohl die Gitarren-Riffs für eine Gothic Metal Band zu hart sind.
Eine Mischung, die man selten hört. Die Gitarrensoli und die fetten Riffs wie z.B. in “Facing Mr. Hyde” oder “Re-evolution” lassen keinen Zweifel daran, dass Infinite Horizon ihre Wurzeln im Heavy Metal haben.
Die Jungs rocken sich auf “Soul Reducer” durch insgesamt neun Songs. Diese haben die Band bereits 2004 und 2005 aufgenommen. Die Texte sind für Bands dieses Genres ausgesprochen facettenreich. “The thin line” handelt von posttraumatischen Belastungssyndromen von Soldaten, “Tears over Jerusalem” handelt von den Auseinandersetzungen dreier Religionen um Jerusalem, während “Children Of Tomorrow” die Probleme unserer Generation anspricht, u.a. auch den Klimawandel. Neben den klassischen Metal-Elementen überzeugen Infinite Horizon auch durch ruhige, nachdenkliche Songs wie “Under blooded skies”. Savatage, Symphony X oder Brainstorm sind die Bands, denen Infinite Horizon nacheifern wollen – teilweise gelingt es ihnen bereits (“Tears over Jerusalem”), andere Songs könnten noch etwas mehr Feinschliff gebrauchen. Insgesamt ist “Soul Reducer” eine Scheibe, die Power- sowie Heavy Metalfans gefallen dürfte. Für Liebhaber düsteren Gothic Metals seien eher die “üblichen Verdächtigen” wie Crystal Crow empfohlen.












