Es gibt Bands die haben so große Fans, dass es haufenweise Coverbands gibt. Aber jetzt gibt es auch schon Bands, die so große Fans anderer Bands sind dass sie sich nach zweitklassigen Songs ihrer Vorbilder benennen. So geschehen bei Eisblume, wie man der offiziellen Myspaceseite entnehmen kann. Schaut man genauer hin stellt man jedoch fest, dass sogar Bodenski und die Gebrüder Hecht selbst mit Hand angelegt haben. Welche Musik Eisblume auf ihrer ersten EP von sich gibt, lest ihr hier.
Eisblume in einem Wort: Pop.
Vom ersten Song her hebt sich die Sängerin aus Berlin nicht besonders von anderen Popacts ab. Man merkt dass es sich um eine gelernte Sängerin handelt. Es gibt gemischte Musik, die ziemlich weich ist, gepaart mit einer sanften Frauenstimme, wie man sie von vielen anderen Bands gewohnt ist. Das Highlight der Single bildet eindeutig der Remix von Derek van Krogh zum titelgebenden Song „Unter dem Eis“, der den sonst schrecklich poppigen Song mit Hilfe von einer erweiterten, verhärteten Gitarrenbegleitung um einiges dynamischer gestaltet und ihm so einen Kick gibt. Der Song hat dadurch weitaus mehr Biss, ist rhythmischer und, letzenendes, besser als das Original. Textlich gesehen ist der Song vollgepackt mit eisigen Metaphern für allerlei Lieblichkeiten.
Weiterhin sind noch zwei ruhige und langsame Stücke enthalten, „Zeit zu gehen“ und „Louise“. Letzteres fällt vor allem durch die Instrumentalisierung mit Percussion und Klavier auf. „Zeit zu gehen“ wiederum baut auf dem selben Grundrezept auf wie „Unter dem Eis“: Keine zu starken Gitarren, weiche Musik, langsame Geschwindigkeit mit dezent angerocktem Refrain. Ein richtiger Fetzer ist der Song deswegen aber trotzdem nicht. Bleibt die Frage inwiefern die Herren von Subway To Sally nun an diesem Projekt beteiligt sind, gab einer ihrer Songs der Formation doch den Namen und finden sich ihre Namen doch in den Credits von zweien der drei Songs wieder.
Alles in allem ist die EP zwar poppig, aber gut hörbar. Die Platte ist optisch ansprechend und solide produziert. Derzeit scheint das Projekt ein wenig auf Eis zu liegen, aber die vielen Titel auf mySpace lassen nahelegen, dass die Band schon an weiteren Veröffentlichungen arbeitet. Dort kann man übrigens auch in die klavieröse Coverversion von Subway To Sallys „Eisblumen“ reinhören.












