Pünktlich nach zwei Jahren erschien jüngst die neueste Scheibe „Carpe DiEnd“ der schwedischen Heavy Metal-Band Steel Attack. Bereits die beiden Vorgängeralben haben ordentlich Lob bei der Presse eingeheimst und so stellt sich nun die Frage: Kann das nunmehr sechste Album an diesen Erfolg anknüpfen und vielleicht sogar noch das letzte Album „Diabolic Symphony“ überbieten?

Also wie auch immer man dazu stehen mag, eines ist von vornherein klar: Dieses Album ist nicht von schlechten Eltern. Nach einem unspektakulären kleinen Instrumentalintro setzt mit „The Evil in Me“ gleich ein ordentlicher Brecher und der wohl charismatischste Song der ganzen Platte ein. Harpsichord-Intro, schrille Gitarren und eine gute Melodie zeichnen diesen Song aus. Auch die nächsten Songs sind solide gemacht und sehr gut umgesetzt. Die Titel gehen mit ihrem klassischen Sound angenehm ins Ohr und überzeugen mit guten Harmonien und dem gekonnten Einsatz klassischer Stilmittel.

Und ehe man sich versieht ist man schon beim achten Song von insgesamt elf angekommen. Hoppla! Und was ist aus den anderen Stücken geworden?
Das ist eben der große Nachteil dieser Scheibe: Die Songs sind zwar alle gut gemacht und souverän umgesetzt, aber so wirklich hervorstechen tut nach dem ersten Song kaum eines der Lieder. Vielleicht mag das auch daran liegen dass sich die Schweden eigentlich durchweg auf Bewährtes verlassen. Bahnbrechende Neuerungen findet man hier jedenfalls nicht, dafür aber guten, griffigen Metal der alten Schule mit einer wunderbar rauhen Stimme. Im Vergleich zum Vorgängeralbum scheint die Scheibe jedoch ein wenig leiser zu treten.

Wem Metal nach Art von Metalium oder King Diamond zusagt, der wird sich mit Steel Attack auf jeden Fall wohl fühlen. Für sein Geld bekommt man hier satten, ausgewogenen Heavy Metal serviert, wenn auch ohne große Überraschungen.

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