Mitte der 90er Jahre gab es eine Subgenre welches sich „Neue Deutsche Härte“ nannte. Zu diesem zählten Bands wie Weissglut, Richthofen oder auch Schweisser. Über eine Dekade später reanimieren Grantig diese mit ihrem Album „So Muss Es Sein“.
Das positive zuerst: Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeuger und ein Sänger. In dieser klassischen Besetzung rocken Grantig, bestehend aus Jonathan Schmid (gui, voc), Alex Negret (bas), Jan Vogelbacher (dru) und Jonas Windwehr (gui) einem das Hirn aus dem Schädel. Da ist nichts geschnörkelt oder gewürzt, sondern das ist kompromissloser Rock´n Roll. Gut geeignet zum moschen und saufen.
Grantig tragen ihre Texte ausschließlich auf deutsch vor. Die Stimme des Sängers Jonathan Schmid ist dem des Machine Head Sängers Robert Flynn zum verwechseln ähnlich. Besonders in den Shouts hört man beinahe keinen Unterschied. Die Musik an sich selber orientiert sich an Bands wie Pantera, Machine Head oder auch im entferntesten Sinn an Black Sabbath. Das Cover hingegen lehnt an die englische Black Metal Band Venom an.
Die Texte sind – und das ist das negative – stellenweise etwas zu klischeéschwanger. Das ist jedoch zu entschuldigen aufgrund der Tatsache, dass man auf deutsch nur selten gute Lieder schreiben kann. Es liegt im Rahmen des erträglichen, aber Texte über Dunkelheit und Seelenabgründe hat man einfach schon viel zu oft gehört. Nichts desto trotz ist es ein prima Debütalbum der 4 Münchener. Es hätte alles auch etwas schlimmer sein können.
Autor: Eniz












