Kaum zu glauben, aber die ehemaligen VX haben sage und schreibe 10 Jahre auf dem Buckel. VX? Keine Ahnung? Das sind Ralf Thiessen und Dieter Kulsdom. Beide sind musikalisch im Minimal-Electro Avantgarde unterwegs und machen ziemlich schräge Musik. Früher noch bei Haute Areal, jetzt bei Minorlabel.
VX bestand als Duo seit 1998. Dahinter stehen Ralf Thiesen aus Duisburg (Gesang, Gitarre, Drums, Percussion) und Dieter Kulsdom aus Düsseldorf (Gesang, Keyboard, Tapes, E-tronics), der auch das Projekt d.Krem hat. Beide hatten schon bei der Künstergruppe GRUPPE X zusammengearbeitet und sind nicht nur im Bereich der Musik, sondern auch bei den bildenden Künsten tätig.
Sie haben sich in fau:X umgenannt und nach dem Mini-Konzept Album „Vorbei die Zeiten“ folgt nun die erste offzielle gleichnamige LP. Teilweise im Erzählstil verfolgen fau:X ansich das, was sie mit VX bereits gemacht haben: Aventgardistische Musik, die mich sogleich an Die tödliche Doris erinnert. Lyrisch vorgetragen und mit jeder Menge Perkussion untermalt düdelt das Album seine 40 Minuten Spielzeit hinunter. Hier und da hängt der Text im Loop, dort kracht es gewaltig aus den Boxen, Neubauten-Industrial sprühen wie Funken umher.
Das Duo sind Experten in Sachen Klang-Collagen. Und so klingen diese sehr viel geordneter, strukturierter und eingäniger, als das, was man aus VX Zeiten von ihnen kannte. fau:X ist ein Album für Liebhaber dieses Genres. Wer schräge Sachen wie Maria Zerfall oder ältere Neubauten Sachen mag, wird auch das hier mögen.
Autor: Eniz












