Das hessische Trio hat nach der Bandgründung im Jahre 2006 bereits mit den Singles „Mankind“ und „The Prophecy“ von sich hören lassen. Nun folgte am 7. Dezember 2007 die Veröffentlichung des Debüt-Albums. Was die drei Brüder so fabriziert haben und ob das Debüt überzeugen kann wird sich zeigen.
Ob der Albumtitel nun eine Anspielung auf die ehemalige Natuionalhymne der DDR sein soll, lässt sich nur erahnen, hat aber musikalisch und textlich wenig mit Johannes Robert Bechers Werk zu tun. Würde wohl auch kaum passen, da man sich kaum vorstellen kann, das der Dichter mit synthetischen Klängen was zu tun haben soll. Vielmehr ertönen leicht verdauliche Keyboardflächen und harmlose Texte aus den Boxen, die zum bedächtigen Lauschen einladen.
Die Texte wechseln sind mal auf Deutsch, mal auf Englisch oder vermischen sich während der Songs, was mir persönlich jedesmal ein Greul ist, wenn man das macht. Die Aussprache des englischem ist mit einem deutlichen deutschem Akzent gezeichnet und stört, da es sehr amateurhaft rüberkommt. Aus dem Grund sollte man vielleicht doch lieber beim deutschen Gesang bleiben. Aber das ist wie immer eine Geschmackssache, die jeder selber für sich entscheiden muss.
Nach einem starken Anfang („The Prophecy“) mit einfallsreichen Filmsamples und einer flotten eingänigen Musik, legen die drei Brüder bereits mit dem dritten Track („Neu Geboren“) noch enen nach. Mich erinnerte das sogleich an Melotron. Abwechslung mit weiblichen Vocals die Anne Wagner bei „The Truth“ vorträgt nimmt das Album danach eine dramatischtragische Wendung ein: es verliert ab der Hälfte enorm an Höhe und begibt sich spätestens mit „Rad des Lebens“ in einem Sturzflug nach unten. Sowohl textlich und gesanglich ist das alles schwierig zu ertragen. Ein moralischer Zeigefinger muss einfach nicht sein.
„Tanz der Toten“ trieft einfach nur vom Klischeé und ein Sprachsample aus dem Film SAW rundet das alles ab. So kann man das einfach nicht mehr ernstnehmen und niemanden mit beeindrucken.
Das vorletzte Stück „Feeling the pressure“ kann das Ruder am Ende noch mal rumreissen, aber nicht die schwache zweite Hälfte entschuldigen. „Abschied“ ist ironischerweise auch das stärkste Stück des Albums. Man sieht also: Die Wächter, so die Übersetzung von Excubitors, können es doch. Warum also nicht so weitermachen?
Fazit: Eine ansich gute Platte, die ihr Pulver allerdings bereits in der ersten Hälfte verschiesst.
Autor: Eniz












