2001, mitten in der Nu-Metal Ära, schoßen Adema aus dem Boden mit ihrem selbstbetitelten Album. Mit dem inzwischen dritten Sänger nach Mark Chavez (Halbbruder von Korn-Sänger Jonathan Davis) und Luke Caraccioli ist nun Bobby Reeves am Mic. Auch der neue zweite Gitarrist Ed Faris ist mit an Board.

Adema distanzieren sich nach wie vor von der Klassifizierung des Nu-Metals. Allerdings haben Adema nach wie vor alle Elemente gerade dieser Stilrichtung immer noch inne. Glücklicherweise klingen sie nicht mehr nach Korn, nachdem Mark Chavez ausgestiegen ist. Das kurze Zwischenspiel von Luke Caraccioli gehört zum Glück ebenfalls der Vergangenheit an und mit Bobby Reeves hat man sich einen guten Sängern geangelt. Dieser kann nämlich nicht nur grölen, sondern setzt diese fast unmerklichen Nuancen in sein Organ, was bei den kompletten Songs ein angenehmes Hören ermöglicht und nicht nur in das reine Krachgebrüll ausartet. Bands wie Ill Nino und Shineshank haben es vorgemacht, Adema zieht nach und überholt sie alle.

Gerade die Singleauskopplung „Cold And Jaded“ und der Track „Waiting For Daylight“ geht sofort in Mark und Bein. Kraftvoll, voller Energie und wuchtig krachen die Songs aus den Lautsprechern. Die erste Atempause gibt es mit „Days Go By“ eine Ballade, wo Bobby Reeves zeigen kann, was alles in ihm steckt. Gerade in den langsamen Stücken hört man das Talent des Sängers.
Nach der Hälfte des Album folgt ein Cut. Das „Prelude“ leitet unheilvoll „All These Years“ ein. Der zweite Teil des Albums ist merklich aggressiver, aber in einem gleichen Rhytmus wie der Rest des Albums.

Was Adema mit „Kill The Headlights“ hervorgebracht haben, ist gewiss nicht revolutiononär oder stellt gar einen Meilenstein in der Musikgeschichte dar. Dennoch handelt es sich um eine qualitativ hochwertigere Produktion in diesem unüberschaubaren Dschungel der Nu-Metal Sparte dar.

Autor: Eniz

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