1997 gründen sich im Raum Regensburg Atargatis, die sich nach der syrischen Göttin der Lebensenergie bennen. Nach einigen Demos folgt erst 2006 das Debütalbum „Wasteland“. Bereits über ein Jahr später folgt nun demnächst das zweite Album „Nova“.
Wem die Stimme der Sängerin Stephanie Luzie bekannt vorkommen sollte, der irrt nicht. Sie wirkt auch in der österreichischen Gothic Band Darkwell mit.
Das Album orientiert sich grob an den vier Naturelementen Wasser, Feuer, Erde, Luft und folgt einem Konzept, das sich dem aufmerksamen Hörer beim ersten Hören sofort erschließt. Bereits beim zweiten Song „Ebon Queen“ lässt sich das anhand von eingestreuten Wellengeräuschen erahnen und auch im Verlauf des Album kündigen Elementgeräusche den Wechsel an.
Die Band folgt dem stereotypischen Gothic-Rock / Gothic-Metal Prinzip, wie man sie auch schon von Theatre of Tragedy, Nightwish und Within Temptation her kennt. Eine Heavenly Voice Stimme wechselt sich mit einer growlenden Männerstimme ab. Ein paar Geigen im Hintergrund und die ewigen Lobhymnen an die Nacht und Einsamkeit sind mal wieder das Thema dieser Platte. Abwechslung bringt eine Coverversion des 1991er Army of Lovers Hits „Crucified“, die mit allen Mitteln des Gothics aufpoliert wurde. Sicherlich mögen Atargatis ihren Stempel draufgedrückt haben, aber es klingt alles wie schon mal 100mal zuvor gehört. Mögen die weiblichen Vocals zunächst anfangs noch Aufmerksamkeit erregen, so werden selbige noch vor der Hälfte des Album allmählich nervig. Sängerin Stephanie Luzie varriert ihr Gesangsorgan zwar hin und wieder, hält jedoch an dem klassisch orchestralen Stil fest, ohne sich auch nur ein Stück davon zu entfernen und gar weitschweifig zu experiementieren.
Musikalisch hat das Album eine Menge zu bieten: so gibt es die obligatorischen krachenden E-Gitarren plus Growl plus Heavenly Voice und die Balladen. Pianoklänge, atmosphärische Keyboardflächen sowie die unermüdliche Violine treiben die Musik gerade für Gothic-Fans voran. Eine bombastisch orchechstrale Darbietung rundet das Ganze ab. Prominente Gastmusiker wie beispielsweise Matthias Hechler von Crematory, Thomas Helm von Noekk Empyrium und Tialupa, die bei Junge Sinfonie Berlin mitgewirkt haben, steuern ihre Talente zu diesem Zweitwerk hinzu.
Abschließend ist zu sagen, dass diese Platte bei mir ganz gewiss nicht im Gedächnis bleiben wird. Mögen die Freunde dieser Musik unter Garantie ihre Freude daran finden, so ist das meinerseits nicht der Fall. Zu viel ist von dieser Art von Musik schon bereits auf dem Markt und weitere werden folgen und in der Schublade untergehen. Man hinterlässt nunmal keine eigenen, wenn man nur in die Fußstapfen anderer tritt.
Autor: Eniz












