Wir sind nun bestimmt kein Magazin, das sich mit Teenybands auseinandersetzt und Cinema Bizarre als Aufguss von Tokio Hotel (lief gestern nicht Kill Bill im Fernsehen?) zu titulieren, würde dieser Band nicht gerecht, bohrt sich doch „Lovesongs (they kill me)“ ganz anders in die Gehörgänge als das Geschrammel der Magdeburger…
Ok, es soll und darf nicht vergessen werden, dass hinter Cinema Bizarre ein Apparat steht, der die Signale von Anfang an auf kommerziellen Erfolg gestellt hat. Hierzu paßt die Story, dass die fünf nicht gecastet sind, sondern sich auf einer Manga-Convention kennengelernt haben. Glauben wir es mal.
Nichtsdestotrotz präsentiert die Band den ersten ernsthaften Versuch, Visual Kei in unseren Breiten mit einer einheimischen Band zu etablieren. Dieser Musik- und Lebensstil findet immer mehr Anhänger in Deutschland und fügt dem Schwarzen Kosmos eine neue Facette hinzu. Und die Jungs (ja, alle männlich, auch wenn es schwer fällt zu glauben!) liefern mit ihrem Erstling „Lovesongs (they kill me)“ einen echten Paukenschlag ab, der auch in der Schwarzen Szene, die meiner bescheidenen Meinung nach zurzeit musikalisch nicht gerade vor Innovationen trotzt, auf Beachtung stoßen dürfte.
Mag sein, dass Cinema Bizarre ein neuerlicher Versuch der Plattenindustrie ist, der Szene eine Band vorzusetzen (wo doch Nu Pagadi ein Flop war), aber die erste Single hört sich schlicht gut an.
Die Band:
Shin (dr)
Yu (git)
Strify (voc)
Kiro (b)
Luminor (voc,key)
Autor: Carsten












