„Corde Oblique“ ist ein Musik-Projekt vom italienischen Komponisten und Gitarrenspieler Riccardo Prencipe. Der Name ist ein deutsch-englisches Wortspiel. In Englisch übersetzt bedeutet es „Art´s Will“, was aus dem deutschen Wort „Kunstwollen“ abgeleitet wurde. Bereits 2005 wurde unter dem Label ARK Records das Debütalbum „Respiri“ veröffentlicht.
Jetzt hat sich Riccardo Prencipe erneut mit namenhaften italienischen Folk-Musikern, wie u.a. Simone Salvtori (Spiritual Front) oder Sergio Panarella (Ashram) zusammengetan, um die Hörer mit warmen, mediterranen Folkklängen zu begeistern.
Dieses Album überzeugt von Anfang an mit seiner entspannten Atmospäre und ungezwungenen Kreativität. Die Melodien sind zwar meistens sehr ruhig, aber von Eintönigkeit kann nicht die Rede sein! „Corde Oblique“ hat viele Gesichter, die sich bereits beim Gesang bemerkbar machen. Verschiedene Sänger und Sängerinnen bedeuten natürlich viel Abwechslung. Egal ob warmherziger, männlicher Sprechgesang oder hohe, elfenhafte Frauenstimmen, hier ist für (fast) jeden Geschmack etwas dabei. Wen das noch nicht überzeugt, der kann sich eventuell mehr mit dem Instrumentalstück „Kaiowas“ anfreunden, einem Cover des gleichnamigen Tracks vom Sepultura Album „Chaos A.D“. Die Eigeninterpretation dieses Covers grenzt sich klar vom Original ab und zeigt, wie vielseitig ein Song doch sein kann. Die Folkversion von „Kaiowas“ ist meiner Meinung nach gelungen und ein Highlight auf dem Album.
Außerdem wird hier hörbar vermittelt, dass „Volontà dÁrte“ nicht nur durch die verschiedenen Stimmen besticht. Viele begabte Instrumentalisten zeigen ihr Können. Egal ob es sich um klassisches Piano, Klarinette, Schlagzeug und Percussion oder Gitarren handelt, jedes Instrument kommt gut zur Geltung und verleiht dem Gesamtwerk unverwechselbaren Charakter. Einige Beispiele sollen diese Aussage deutlich machen . Gleich im Opener „Cantastorie“erklingt ein angenehmes Gitarrenspiel, das im Verlauf des Liedes mit Violinen harmoniert und den weichen Frauengesang perfekt untermalt. In einigen Songs, wie in „Amphiteatrum Puteolanum“, ertönen die Saiteninstrumente überwiegend im Vordergrund und werden von Klarinetten und Schellenkranz dezent begleitet.
Ein paar weitere Anspieltipps sind: Atheistic Woman, Kunstwollen und Cuma
Musikliebhaber, besonders die aus dem Folk- und Weltmusik-Lager, werden schnell den Draht zu „Corde Oblique“ finden. Das Projekt überzeugt in allen Punkten und wird sich sicher weiterhin behaupten können.
Autor: Norma












