Geprägt durch die 80er, hat sich auch Alex Bemme von Bands wie „Skinny Puppy“, „Depeche Mode“ oder „The Sisters of Mercy“ beeinflussen lassen, um zusammen mit seinem adäquaten Kollegen Karlos Kespohl diese in seinem umfassenden Erstlingswerk namens „Open the Gates“ zu verarbeiten.

Nach vielseitigen musikalischen Erfahrungen als Gitarrist und Bassist in diversen Formationen entschied sich Alex Bemme im Jahre 2003 sich im bewussten Alleingang der rein elektronischen Musik zu widmen. Die Band Last Reflection ging ursprünglich aus dem im Jahre 2003 gegründeten Projekt „Wake The Flood“ hervor, welches nach der Tsunami Flut-Katastrophe in Last Reflection umbenannt und weiter fortgeführt wurde.

Beginnend mit den ersten drei Songs „Leave the world behind“, „Devil is watching (anyway)“ und „No tomorrow“ stellt man sich die Frage, ob es vielleicht nicht noch etwas anderes an Melodie und Rhythmus gibt, als vorgegeben. Belohnt wird derjenige der sich die CD bis zum Ende anhört. Denn erst dann erkennt man die Facetten, die beim ersten Hören etwas untergehen. Mit „Living for the future“ und „The ocean and the ice world“ sind sehr dynamisch, melodische Stücke entstanden, die einfach nur zum Mittanzen animieren und Live überzeugen werden. Leider fehlt in der Stimme der Ausdruck des Frontsängers, so dass Höhen und Tiefen in fast jedem Lied gleich klingen. Das macht das Zuhören auf Dauer äußerst schwierig. Aber die Ansätze sind da und sollten ausgebaut werden, um vielleicht beim nächsten Album noch etwas variabler bzw. besser zu klingen.

Autor: Julia

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