Krachwerk aus Eisleben, bestehend aus Dirk Polny, Thomas Ernst und seit April aus Pascal Kupfer, bezeichnen ihre eigene Musik als Elektro-Rock. Tatsächlich aber verfügen sie über ein viel breiteres Spektrum als angekündigt. Den Neuigkeiten nach arbeiten sie bereits an ihrem zweiten Album und sind auch Live aktiv. Mit einem Tonbeitrag im Dark Spy Magazin (Januar/Februar Ausgabe) gehen sie stetig ihren musikalischen Weg.

Das hier vorliegende Album in Eigenproduktion, das bereits im November 2006 veröffentlich wurde, ist nur der Vorgeschmack auf das kommende neue Album. Die Aufnahmen dazu sind schon im vollen Gange.
Aber kommen wir zunächst auf das Erstlingswerk „Tod Der Masken“.

Der Opener „Bestimmer Des Schicksals“ lässt zunächst erstmal auf Krachmusik deuten. Nach einem orchestralen Intro geben Krachwerk auch schon richtig und zuviel Gas: Zu laut, zu aggressiv, kaum Akzente. Der Gesang ins Mikro gegröhlt. Da hat man den Eindruck, dass es eine dahingeworfene Scheibe ist. Aber bereits der zweite Track „Stimme Der Wiedergeburt“ macht die Stimme nicht besser, aber das Trio lässt Andeutungen zu, dass hier noch viel Potential steckt. Variationen im Gesang lassen sich erkennen und die Komposition der Musik geht gut ins Ohr.
Das erste Instrumentalstück „Die Glocke“ ertönt bereits als dritter Song und nimmt zunächst erstmal das Tempo raus, die Keyboardflächen verleihen dem Ganzen etwas tragisches.

Und so geht das munter weiter. Auffällig hierbei ist die prominente E-Gitarre im Vordergrund, die meiner Meinung nach im Vergleich zu dem Schlagzeug, den Vocals und der Elektro-Instrumente etwas dumpf und unsauber abgemischt sind. Man hört lieber zu, wenn die E-Gitarre im Hintergrund ist. Das macht viel von der Atmosphäre kaputt.

Die erste Atempause wird mit „Revolution“ eingeläutet. Ein ruhiges Intro und ein einsetzendes Schlagzeug kündigen die Wut des Sängers an. Ein echtes Highlight ist die Choralversion von „Die Alten Lieder“. Ruhiges Pianospiel und der Beweis, dass Sänger Thomas Ernst viel mehr Potential in seiner Stimme hat, die er hier im Verlauf des Album präsentiert. Ich hätte mir gewünscht, dass er das öfters eingesetzt hätte.

Insgesamt ein sehr durchwühltes Erstlingswerk der Sachsen-Anhalter, die ihr komplettes Können hier (noch) nicht unter Beweis gestellt haben. Vielleicht beim zweiten Album dann.
Der Song „Revolution“ kann auf der Homepage der Musiker angehört werden. Dort kann man das Album für 10,- EUR auch kaufen.

Autor: Eniz

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