Eine völlig andere Art von Musik bieten Kačkala aus Prag. Gemischt mit tschechischen und englischen Texten trällern die fünf Damen ihre Songs.

Ok, als Rezensent muss man sich ja so einiges anhören. Unter anderem auch dieses A Capella Quintett aus Prag. Bei manchen Dingen hat man ja bereits eine Vorahnung und ich habe lange überlegt, ob diese Art von Musik für ein Magazin wie mindbreed überhaupt kompatibel ist. Ist es nicht. Aber immerhin haben sich die fünf Mühe gegeben und bereits 2003 eine CD namens „Wanted“ veröffentlicht.

Ohne Musikbegleitung und nur durch die Kraft ihrer Sprach- und Gesangsorgane bieten sie gerade dem männlichen Hörer noch eine Augenweide (und meinetwegen auch für die weibliche Front der homosexuellen Szene), aber musikalisch gesehen überzeugt das Album überhaupt nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass es viel Talent erfordert A Capalla jemanden von dem musikalischen Talent zu überzeugen, klingt es auch nicht besonders interessant. Das Prinzip zieht sich hier durch wie eine Schablone. Zwei oder drei Sängerinnen stimmen ein, zwei weitere simulieren Percussion und so weiter.
Das Album „VOX“ wurde dennoch für den „Czech National Musical Award“ in der Kategorie “Alternative Music” nominiert.

Schaut man sich das ganze von der rein technischen Seite an, so können sie die Töne halten, harmonieren auch gut miteinander, aber es steckt kein Zündstoff drin. Live wäre das sicherlich sehr interessant, aber so von CD…
Nebenbei bedient man sich hier noch der lasziven Provokation in Form von eindeutig zweideutigen Bandnamen.

Bandmitglieder:
Backdoor Bobbi (Hilary Binder)
Black Belt Betty (Lexa Walsh)
Luscious Lucille (Eva Kubesova)
Pretty Pink Pussy (Katerina Kubesova)
Saddlesore Sadie (Petra Podlahova)

Autor: Eniz

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