„What have you done?“ – Was habt ihr denn da gemacht? Selten habe ich einen Liedtitel gehört, der meinen ersten Eindruck mehr widerspiegelt. Unsere Lieblings-Bombast-Goten im neuen Klanggewand und mir bleibt erst mal der Schnabel offen…
Nein, nein, „What have you done?“ ist gar nicht übel, nur so ganz anders, als ich es von „The Silent Force“ gewohnt war. Within Temptation klingen auf der Single eher nach Evanescence denn nach Epic-Metal und muss man heute wirklich nach Evanescence klingen, um kommerziellen Erfolg zu haben?
Keith Caputo, Frontmann von Life of Agony steuert seine Vocals zu dem zugegeben wieder astreinen Gesang von Sharon den Adel bei, das jedoch klingt mir zu sehr nach der Band um Amy Lee, nach Limp Bizkit oder Korn.
Ok, was tun nach einem Album von der Tragweite eines „The Silent Force“ wenn man nicht einen zweiten Aufguss fabrizieren will? Steigerbar war das Vorgängeralbum meiner bescheidenen Meinung nach schwerlich; weder von den Arrangements noch von der Stimme der Sharon den Adel. Da ich das Album „The Heart of Everything“ auszugsweise gehört und hierbei festgestellt habe, dass der mit „What have you done?“ eingeschlagene Weg sich im ganzen Longplayer wiederspiegelt, kommen mir Zweifel, ob dieser Weg der richtige war.
Weniger Epic-Metal heißt weniger Within Temptation, weniger Within Temptation heißt weniger Unverkennbarkeit und weniger Unverkennbarkeit heißt, dass man in der Masse der Nu Metal-Bands versinken könnte.
Autor: Carsten












