Bei Puissance handelt es sich um eine 1993 gegründete martialische Neo-Folk Gruppe aus Schweden, die mit früheren Werken von Laibach zu vergleichen wären. Anfang Februar sind sie nun mit ihrem neuen Album „Grace of God“, drei Jahre nach „State Collaps“, am Start.
Gleich zu Beginn wird hier ein bombatisches Feuerwerk an neoklassischen Elementen aufgewartet und das Album mit dem Titeltrack eingeläutet. Wie in Neo-Folk Kreisen üblich wird bei Puissance, die zu den eher besseren und anspruchsvolleren Bands des Genres gehören, gezeigt, dass es nicht ausreicht wie zum Beispiel bei Death in June sich mit einer Klampfe hinzustellen und halbherzig ein paar Lieder zu trällern. Mit ausgefeilten Keyboardeinlagen wird nicht stumpf musiziert, sondern komponiert.
„Stance“, das Folgestück, folgt dieser Linie weiter. Spätestens bei „Walls of Freedom“ kann man sich auch als nicht Neo-Klassik Liebhaber nicht mehr vom Album lösen und befindet sich im Bann von Puissance.
Puissance haben mit „Grace of God“ was wirklich großes und unabhäniges, fern ab vom jeglichem Kommerzdenken, geschaffen. Sind Laibach damals mit WAT in die elektronische Schiene gegangen, bleiben Puissance bei den klassischen Elementen. Mit starkem Background-Chor und intelligenten militanten Kompositionen lassen Henry Möller und Frederik Söderlund, die zwei Jahre an „Grace of God“ gearbeitet haben, alle Zweifler hinter sich. Es hat sich gelohnt.
Die CD ist im Digi-Pack erhältlich. Zur Rezension lag lediglich die Promo-CD vor, die sich nur im handelsüblichen CD Player abspielen lässt.
Autor: Eniz












