Nachdem trotz des Wechsels im Bereich der Chanteusen kein neuer Longplayer der Blutengel in Sicht ist und Chris Pohl mit Terminal Choice bzw. Constance Rudert mit Cinderella Effect voll und ganz ausgelastet sind, gibt es mit „My Saviour“ wenigstens ein Lebenszeichen in Form einer Maxi-CD.

Beim Titelstück merkt man, ohne zu wissen von wem es kommt, nach wenigen Sekunden, dass es aus der Feder von Chris Pohl stammt. „My Saviour“ ist ein Stück im typischen Gewand der Blutengel, dass das Zeug hat, in den Clubs unseres Genres ein voller Erfolg zu werden.

Bei „Verdammnis“ steuert Ulrike Goldmann die Worte bei. Nicht nur, dass Ulrike das stimmliche Puzzleteilchen ist, dass Blutengel lange Zeit gefehlt hat, den Spagat einen Text in deutscher Sprache zu machen und trotzdem nicht zu pathetisch zu wirken, gelingt ihr spielend. Insofern ist für mich „Verdammnis“ ein verdammt starkes Stück.

Nach zwei Remixen des Titelstückes, von denen ich den von Adam speziell empfehlen kann, geht man mit „In Winter“ mit einer düsteren Balade weiter in eine Richtung, die bei „The oxidising angel“ eingeschlagen wurde. Solch ein Stück ist eventuell und wenn überhaupt für den Schluss einer Bühnenshow gemacht, aber ich ziehe meinen Hut vor Chris Pohl, dem so mancher eine Art „Happy Sound im Gothic-Bereich“ vorgeworfen hat – er kann, wie bei „In Winter“ gezeigt, auch anderes und das kann er gut.
Wenn man den musikalischen Weg der Blutengel seit dem letzten Longplayer, also „The oxidising angel“ und „My Saviour“ betrachtet, so darf man doch gespannt sein, ob die dort gemachten Ansätze in der nächsten CD weitergesponnen werden.

Trackliste:

1. My saviour

2. Verdammnis

3. My saviour (Adam remix)
4. My saviour (Cephalgy remix)
5. In winter

Autor: Carsten

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