Eine Kollaboration von Tobias Carsten Fischer vom einzeleinheit Label und Mirko Uhlig (Aalfang mit Pferdekopf) trägt den Namen „Feu Follet“. Nun ist das erste Werk „Toi et le son“ erschienen.

Zunächst einmal finde ich die Bezeichnung „Dronen“ für eine einzelnes langes Instrumental-Stück, was ich immer mit Vorliebe als „Ambient“ bezeichnet habe, sehr passend. Diese Idee kommt auch nicht von mir, sondern wird anhand der Presse-Info erwähnt.

einzeleinheit Labelchef Tobias Carsten Fischer, sowie Mirko Uhlig, der ebenfalls dort zu Hause ist, haben sich zusammengetan. Feu Follet, was soviel wie „tänzelndes Feuer“ bedeutet, haben sie ihr erstes gemeinsames Projekt genannt. „Toi et le son“ – Du und der Klang. Die eingangs erwähnten zwei 18-minütigen Dronen erzeugten in mir einige Vigilanzkomplikationen.

Tatsächlich steckt in diesen knapp 40 Minuten auch eine Intention. So fliegt der erste Track wie ein warmer Wind über die Felder, während der zweite die eben erschaffene Traumwelt zum einstürzen bringt. So laut den Künstlern.
Diese Hintergundinformation ist daher so wichtig, weil man dann erst das ganze Konzept in seiner holistischen Hülle richtig erfassen kann.
Natürlich kann man sich darüber auch selbst ein Urteil bilden. So wirkte es auf mich schwindelerregend. Wie ein Gedanke, der sich im Kopf festbeißt und nicht mehr gehen will. Oder wie kurz vor dem Einschlafen, wenn sich das ganze Bett dreht und sich im Sog nach unten zieht.
Dabei bauen sich beide Dronen (herrlicher Ausdruck) langsam auf und ebben wieder ab. Gewohnte verstörrende Klänge, wie man sie von einzeleinheit kennt, tun ihr übriges.

Aber aufgepasst: Fans vom einzeleinheit Label werden wie immer ihre helle Freude dran finden. Alle anderen, die mehr Wert auf Struktur legen, wären die Hörbeispiele, wie sie auf der Homepage immer wieder anzufinden sind, dringend ans Herz gelegt.

Tracks:
1. Toi et le son
2. Larme d´Heike

Autor: Eniz

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