Die dritte Veröffentlichung von X-Fuison ist auf dem Markt. War das letzte Album ziemlich aggressiv, überzeugt „Demons of Hate“ eher mit einer geistesmächtigen Produktion.

Waren die ersten Werke doch von Spuren von Terminal Choice und Suicide Commando geprägt, band sich X-Fusion spätestens seit „Beyond the Pale“ von diesen Wegbereitern ab. Und so entdeckt man eher Mid-Tempo-Stücke auf der neuen CD, die sich gewaschen haben, die „Demons of Hate“ in die Liga des bisher besten Albums von X-Fusion katapultiert. Die schicklichen Filmsamples, die X-Fusion immer wieder gerne benutzt, werden zu einem richtigen Instrument und reihen sich nahtlos in die Songstruktur ein, geben ihnen die nötige Tiefe.

Dadurch, dass die Lieder langsam sind, entdeckt man mehr Details als bei „Beyond the Pale“, was schon ein ziemliches Knüppelalbum war, und öffnet sämtliche Facetten des Talents von X-Fusion.
Auch die Sakralgesänge sind dezent in den Hintergrund gerückt und treten nur auf einigen Instrumentalpassgen in den Vordergrund.
Auch neu, das erste Stück von X-Fusion, was auf Deutsch gesungen ist. „Kalte Schatten“ nennt es sich und besticht durch die – wie auch in all den anderen Stücken – verstörende Lyrik.

Man merkt, dass X-Fusion sowohl technisch als auch musikalisch in allerkürzester Zeit einen riesigen Sprung nach vorne gemacht hat. Es ist ein – ohne zu übertreiben – sehr geniales Dark-Elektro-Album geworden, was zugegebenermaßen etwas an Hocico oder Cenobitia erinnert, aber wenn man eine Parallele zu diesen Bands zieht, dann kann man es nur als Kompliment auffassen. Ich frage mich, wie das nächste Album dieses übertreffen soll.

„Demons of Hate“ ist auch mit Bonus-CD erhältlich. Diese lag zur Rezension nicht vor, aber sie beeinhaltet Stücke von X-Fusion aus der Anfangszeit und teilweise Demo-Aufnahmen.

Autor: Eniz

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