Lange hat man von den Skandinaviern nichts mehr gehört und 4 Jahre sind seid dem letzten Album vergangen. Nun sind sie zurück mit einer 8-Track E.P.
Die 1996 gegründete skandinavische Gothic-Metal Band mit Rock Einflüssen veröffentlicht am 24.1.05 ihr nun mehr fünftes Werk „Ashes“ mit acht Tracks und einer Gesamtspielzeit von etwa 35 Minuten. Lange Zeit haben sich das Septett nach dem letzten Album „World of Glas“ (2001) schon gelassen. Herausgekommen ist ein teilweise metallisches Album nach Art von „Siebenbürgen“ und teilweise ein Gothic-Rock Album á la „Within Tempation“.
Der Trend der Gothic-Rock Bands mit weiblichem Gesang scheint zu boomen. Was bei Tristania anders ist und was auch bei Theatre of Tragedy der Fall war, ist, dass sich der Gesang von Østen Bergøy mit seinem weiblichen Gegenspieler Vibeke Stene abwechselt und somit altbekannte Symbiosen zum Vorschein kommen, die unverwechselbar nordeuropäisch klingen. Aber werfen wir mal einen Blick auf die E.P.:
Da wäre der Opener „Libre“, was wirklich sehr Gothicmetallisch klingt und eigentlich so nichts neues bietet. Beeindruckender hingegen ist die Ballade „Equilibrium“, wo Vibekes Vocalanteil schon höher ist. Heavenly Voices mit der sehr dunkelen Stimme von Østen wissen dann schon zu überzeugen. Am ehesten mit Lacuna Coil zu vergleichen.
Dass Tristania musikalisch wirklich was zu bieten haben, zeigen sie sobald mit „The Wretched“. Ein Gothic-Rock Stück mit Apocalyptica-Cello Elementen, was sehr vielschichtig ist und schon fast etwas mit Grindcore vermischt ist, bietet den nötigen Kontrast zu dem Hintergrund-Chor der Band.
„Cure“ ist das ruhigste Stück auf der CD und Vebeke kann hier ihre Gesangsqualitäten dem Hörer zuhauchen, begleitet mit einem Piano und Akustikgitarre bietet es einen ruhigen Mittelteil.
Wieder rockig zur Sache geht es mit „Circus“ weiter, diesmal etwas mystischer, was mir schon besser gefällt, als das Gegrunze.
Was etwas seltsam und nicht so eingänig ist, wie die anderen Stücke, ist „Shadowman“: Von vielschichtigkeit oder Kreativität kann da nicht die Rede sein und Vebeke hat an anderer Stelle auch schon besser gesungen.
„Endogenesis“, das vorletzte Stück, vereint hingegen alle Stilelemente, die bisher auf der CD zu hören waren. Mit „Bird“ findet Tristanias „Ashes“ dann seinen Abschluss. Vebeke legt dann noch mal einen Gang dazu und Østen singt seinen Teil dazu, wie vorher auch.
Das Fazit ist, dass Tristania ansich keine schlechte Gothic-Rock Musik machen, wären all die Vorgänger nicht. Für Liebhaber des Genre´s auf jeden Fall ansprechend, wenn man sich noch nicht sattgehört hat in der Vergangenheit.
Diskographie:
Tristania [MCD] 1997
Widow´s Weeds 1998
Angina [EP] 1999
Beyond The Veil 1999
World Of Glass 2001
Line-UP:
Vibeke Stene – Female Vocals
Østen Bergøy – Vocals
Kjetil Ingebrethsen – Extreme Vocals
Einar Moen – Synth & Programming
Anders H. Hidle – Guitars
Rune Østerhus – Bass
Kenneth Olsson – Drums
Autor: Eniz












