Lights of Euphoria präsentieren uns nach ihrem letzten Album „Krieg gegen die Maschinen“ nun die neue Maxi „One Nation“, die die Wartezeit bis zum Erscheinen von „Gegen den Strom“ am 22. November verkürzen soll…

Das neueste Werk beinhaltet nur zwei Lieder, die jedoch mit je zwei Remixen doch zu einer Maxi beachtlicher Größe gemacht wurden. Damit die akustische Lektüre auch keinesfalls langweilig wird, wechseln sich diese beiden Titel auch immer wieder ab.

Mit recht trancigen Klängen wird der Hörer bei „One Nation“ konfrontiert, wodurch das Lied durchaus Tanzflächenfüllerqualitäten hat. Die Musik klingt recht fröhlich und ließe schwer vermuten, aus welcher Szene „Lights of Euphoria“ stammen, aber dies ist scheinbar von der Band selbst auch gewollt. Wer sich auf seiner Homepage mit folgendem Spruch präsentiert, lässt sich nicht in Schubladen stecken: „Zivilisation ist das, was uns von Tieren, Lachen das, was uns von Goths unterscheidet „.
So unterliegt man zwangsweise der animierenden Mischung aus Future-Pop, technoiden Elementen und Jimmys fast flüsternder Stimme, fröhnt einem Partystimmung verbreitenden musikalischen Fest und gibt sich dieser Kreation tanzend hin.
Man mag selbst darüber philosophieren, ob vom Titel her ein Zusammenhang zur Technoszene besteht oder das Thema „Die Welt als Nation“ gemeint ist, die gemeinsam zu dieser möglicherweise neuen Hymne abfeiert.

„You better run“ klingt gar nicht ähnlich, sondern verbreitet eher düstere und bedrückende Stimmung, die von krachenden Klängen lebt. Die Mitwirkung Johan van Roys ist unüberhörbar, er dürfte nicht nur den Gesang beigesteuert, sondern auch so kräftig mitgeholfen haben.
Dunkler, sich leicht einprägender Elektro wird uns geboten und lässt ebenso wie das musikalische Gegenstück der Scheibe nicht mehr los. Die zur Zeit für die Musikrichtung üblichen Samples und Geräusche dürfen nicht fehlen und sind verantwortlich für die zukünftigen hohen Plätze auf den Clubhitlisten.

Für die verbleibenden vier Stücke als Remixe konnten weniger bekannte, aber nichtsdestotrotz talentierte Künstler verpflichtet werden. So gestalten „Massiv in Mensch“ und „Syrian“ den Tieltrack „One Nation“ um, „Painbastard“ und „Heimaterde“ hingegen widmeten sich dem Stück „You better run“. Heraus kamen dabei gelungene Varianten der Originale, die auch eine Weile die Gehörgänge bewohnen könnten.

Jimmy Machon (Vocals, Lyrics), Torben Schmidt (Music, Machines) und Kevin Markdan (Drums, Percussion) haben sich mit ihrer neuesten Veröffentlichung scheinbar zum Ziel gesetzt, die Szeneclubs mit ihren Klangwelten und denen ihrer Freunde zu überfluten. Dies ist bestens gelungen, sowohl Futurepop- als auch Elektrojünger werden nett bedient. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, so wird der eine oder andere angesichts dieser neuen Hymne die Augen verdrehen, der weit größere Teil wird seinen Spaß daran haben.

Titel: 01. One Nation (Club Mix), 02. You better run (featuring Johan van Roy aka Suicide Commando), 03. One Nation (Massiv in Mensch remix), 04. You Better run (Painbastard Remix), 05. One Nation (Syrian Remix), 06. You Better run (Heimaterde Remix)

Autor: Michael

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