Dass aus der Hauptstadt auch andere, nicht-„Untote“ Töne klingen können, haben sich die meisten bereits gedacht. Dass diese Musik darüber hinaus auch überdurchschnittlich gut klingen kann – das ist schon wieder eine andere Sache…
Nach ihrem Debüt-Album „Tears of God“ (2000) erscheint jetzt mit „Private Hell“ der zweite Streich von Last Lament, den Electro-Folk Newcomern aus Berlin, die uns mit ihrem neuesten Werk eben dies beweisen wollen.
Musikalisch eingerahmt mit den zwei bezeichnenden Titeln „Entrance“ und „Exit“, begibt man sich vom ersten Stück an auf eine Reise durch die verschiedensten Klangwelten und Musikrichtungen.
Während „Entrance“ noch mit ruhigen, beinahe sanften Klängen den Hörer umgarnt, legt der Folgetrack „Burning“ eine härtere
Gangart ein, und schnell wird klar, dass Andrés warme und markante Stimme sich wohl wie ein roter Faden durch das gesamte Album ziehen wird, immer im Wechsel oder Zusammenspiel mit Annes kühlem, stellenweise beinahe sogar emotionslos anmutendem Gesang.
Von beinahe balladenartig-ruhigen Stücken wie „Iceflowers“ oder „Poison“, bis hin zu treibenden Krachern wie „Burning“ oder „Pharmadise“ findet sich auf „Private Hell“ ein großes musikalisches Spektrum, mit dem Last Lament ihre Wandlungsfähigkeit und ihr Können in nahezu allen Disziplinen der Szenemusik unter Beweis stellen.
Und wenn am Ende „Exit“ mit einer Symbiose aus sphärischen Electrosounds und sanften Keyboardklängen aus dem Album führt, und eine Stimme eindringlich verkündet „Rettet euch selbst – vor der Hölle“, dann ist man als Hörer versucht, die Reise erneut zu beginnen und sich erneut von den Klangwelten in ihren Bann ziehen zu lassen.
„Private Hell“ ist im Privatvertrieb über die Bandhomepage für 7€ zzgl. Versand erhältlich.
Die Limitierte Edition ist zu diesem Zeitpunkt leider bereits vergriffen, wer sich aber vorweg von den Qualitäten der Band überzeugen möchte, der kann auf der offiziellen Homepage sieben komplette Stücke herunterladen und anhören.












