Nach der Review war Matthias Penkert bereit uns ein Interview zu geben. Was hinter „Caputt“ und der €KZ-EP steckt, erzählt er uns im alten Frage-Antwort Spiel…

Eniz: Hallo Matthias. Wie ich gesehen habe, kommt ihr mit Eurer EP “€KZ” ganz gut voran. Die Downloadzahlen erhöhen sich, die Stimmung ist euphorisch. Auf Eurer Homepage habe ich gelesen, dass ihr bereits was Neues plant…

Matthias: Hi Eniz! Jup, das ist korrekt. Eigentlich planen wir laufend. Es bestehen ungezählte Konzepte in den Schubladen. Aber als Freizeitmusiker mit nicht-musikalischer Vollzeitarbeit muss man da leider selektieren.
Unser neues Baby wird „Minimum“ heißen. Anders als man es von uns erwartet hätte, werden wir uns im wesentlichen auf Akustik-Gitarre, mehrstimmigen Gesang und dezente Streicher- und Piano- Synthieeinlagen verlassen. Wenn mich der Teufel reitet, wird sicher der eine oder andere Track auch noch etwas elektronischer ausfallen, aber der Tenor soll minimalistisch sein.

Generell haben wir einen breitgefächerten Musikgeschmack, darunter fallen auch Liedermacher wie Reinhard Mey oder Hannes Wader. Einige Stücke dieser Herren wirken emotional einfach unglaublich bombastisch, trotz oder grade wegen ihrer minimalistischen Präsentation. Ähnlich soll unsere Platte funktionieren, aber natürlich wird sie dunkler und schmutziger als die Erzeugnisse klassischer Liedermacher.

Wer sich ein Bild davon machen möchte kann das gern in unserem Forum tun – Die Texte werde ich während der Produktion einen nach dem anderen dort veröffentlichen.

Eniz: Könntest Du in kurzen Sätzen sagen, wer Ihr seid, damit diejenigen, die Eure Musik noch nicht gehört haben, ein ungefähres Bild machen können?

Matthias: Puh, das ist schwierig. Aber erst mal wer wir sind, das ist leicht. Wir sind Matthias Penkert und Stephan Bakaric, beide 23 und beide aus dem schönen Oberhausen in Nordrheinwestfalen. Wir haben uns auf der Schule kennen gelernt und teilen die Leidenschaft für die unterschiedlichste Musik. Wir haben beide Übergewicht, sind fest liiert und schlafen zu wenig. Wir beide arbeiten in zivilen Berufen (bzw. befinde ich mich in der Ausbildung), was das Zeitpensum für Caputt leider kleiner hält als wir’s gern hätten. Aber wir lassen uns nicht frustrieren, sondern bleiben stets am Ball.

Unseren Stil zu beschreiben fällt mir schwer. Bis jetzt wurden wir am ehesten mit Ministry und KMFDM verglichen, was aber nicht ganz passt. Wir haben Industrial-Metal-Elemente. Aber auch einiges aus Gothic und EBM. Etwas was wir beide kategorisch nicht mögen ist PURER Industrial, also wirklich reines Samplegewitter. Wir versuchen einfach zu strukturien, ohne dabei unangenehm monoton zu wirken, wie es viele elektronische Projekte heute leider sind. Oftmals bauen nahmhafte und große Projekte zwei kurze Loops und vezerren diese im Laufe des Stücks nur unwesentlich unterschiedlich. Die einen nennen es Kunst, ich nenne es Geldschneiderei.

And One halte ich da für ein positives Gegenbeispiel, das uns sicherlich beide geprägt hat – Sie machen an sich simple und monotone Elektro-Musik, die aber durch pfiffige Texte und klare Intro-Strophen-Chorus-Extro-Architektur eingängig ist.

Wenn ich näher drüber nachdenke, würde ich uns als Metalorientierte-Manchmal-An-AndOne-Erinnernde-Aber-Dabei-Ernstere-Elektro-Combo nennen, die jederzeit bereit ist sprunghaft ihren Stil zu wechseln. Einfach weil sie Bock drauf hat.

Eniz: Aber kommen wir erstmal zu Eurer EP. Die habt Ihr „€KZ“ genannt und die Thematik beschäftigt sich mit Gesellschaftskritik und der Wahnsinn in der Konsumgesellschaft. Wie ist die ganze EP zustande gekommen und was für eine Grundidee steckt dahinter?

Matthias: Die EP ist durch die letzten 2 Jahre meines Lebens entstanden. Nach dem Abitur war ich Zivi und sehr glücklich mit meinem Leben. Ich wollte Pfleger werden und trotz hervorragender Zeugnisse und Empfehlungen ergab sich keine Möglichkeit meine Erstausbildung als Heilerziehungspfleger zu finanzieren. Also begann ich mich erfolglos als Altenpfleger zu bewerben. Da aber Bewerbungen keine Miete bezahlen und meinen mächtigen Bauch nicht füllen, musste ich ja irgendwo Moneten ranschaffen.

Als ungelernter junger Mensch bleibt einem da nicht viel übrig – Du gehst halt ins nahe Einkaufszentrum und vertickst Irgendwas. Am Besten was Legales.

Und im wesentlichen handelt die €KZ eben von den Missständen, die sich einem als Arbeitsameise einer amerikanischen oder britischen Einzelhandelskette so offenbaren. Und natürlich auch von den vielen anderen Schicksalen, die man dort so akkurat gekleidet und geschminkt vor die Hunde gehen sieht. War ne ziemlich abartige Zeit. Ich habe den Job gehasst, ich habe was dahinter steht gehasst und am allermeisten habe ich mich gehasst, weil ich Teil dieser Maschinerie war. Die Platte habe ich noch während ich in einem Zentrum gearbeitet habe angefangen zu schreiben.

Eniz: Ging Euch der Ärger der Gesellschaft so auf den Keks, dass ihr meintet: „Jetzt muss aber mal mit der Faust auf den Tisch gehauen werden! Jetzt muss eine EP her!“?

Matthias: Ja, im Prinzip schon. Vor allem zu DIESEM Thema. Das ist ja einfach eines, das jeder noch so alternative Grufti, Punk oder Metaller nicht so gerne hören möchte. Denn Konsum gehört zu unser aller Leben. Und dieses Leben ist irrsinnig schnell. Im Prinzip fahren wir von der Wiege zur Bahre – Mit durchgehend 300 Sachen. Und wenn wir also konsumieren wollen, dann gehen wir halt SCHNELL ins Einkaufszentrum, ohne darüber nachzudenken, wen wir damit schädigen (die kleinen Einzelhändler, Plattenläden, usw.) und wem wir damit in die Hände spielen. Die Kommunen gaukeln einem nämlich ganz gerne vor, damit unglaublich viel für die Infrastruktur der Stadt zu tun, wenn sie irgendwo wieder so einen Teufelsklotz bauen. Aber eigentlich ist der wesentliche Profitträger ein privater Besitzer des Centers.

Also keiner will es hören? Dann schrei ich halt. Ganz laut. Naja. So laut ich kann eben (lacht).

Eniz: Was stört Dich am meisten an unserer „tollen“ Gesellschaft?

Matthias: Das würde sicher den Rahmen dieses Interviews sprengen. Mich stört irrsinnig viel. Intoleranz, Macht- und Profitgier, der Zeitdruck unter dem alle ständig stehen, der fortschreitende Zerfall von Zwischenmenschlichkeit und Emotionalität, Eltern die teilweise selbst auf der Straße ihre Kinder schlagen, Mädchen die mit 12 schwanger werden, Pädophile, Vergewaltiger und das Fernsehen. Das wäre so der Anfang.
Wenn ich jetzt weiter mache wird’s ein Buch…

Eniz: Beim Durchhören konnte ich eine deutliche Hommage an Romero’s Zombie-Trilogie heraushören. Die Thematik der Konsumenten, die wie Zombies durch die Einkaufspassagen schlendern und nur auf sich und ihre Ziele bedacht sind, hat Romero bereits vor Jahren in seinen Filmen wiedergespiegelt. Er selber meinte einst, dass es ihm nicht nur um Splatter ging, auch die Verlegung der Stories in Einkaufszentren, Häusern und jetzt jüngst in „Land of the Dead“ gleich in eine ganze Stadt , würden sich auch um Gesellschaftskritik drehen.
Geht „€KZ“ in dieselbe Richtung?

Matthias: Ich würde mich nicht unbedingt als Cineasten bezeichnen. Aber ich schaue gerne Filme und ich mache mir auch gern Gedanken dazu. Entgegen der Meinung vieler halte ich die neue Generation von Zombie-Filmen (z.B. 28 Days Later, Dawn Of The Dead (Remake) und Land of the Dead) für stärker und gesellschaftskritischer. Romeros alte Werke mögen da sicher auch kritische Ansätze gehabt haben, haben diese aber noch nicht so deutlich verfolgt wie diese neue Generation. Daher würde ich sagen, dass eher diese die Platte beeinflusst haben.

€KZ geht nicht zwingend in diese Richtung, es bedient sich lediglich einiger Stilmittel. Die EP kritisiert sehr direkt, mit erhobenem Zeigefinger, sehr plakativ. Und es geht primär um die Kritik, nicht um Schockeffekte. Die harten Vergleiche und die grenzwertige Thematik dienen lediglich dazu, die Atmosphäre zu verdichten und dem ganzen mehr Druck zu geben.

Eniz: Hat der Bandname „Caputt“ damit was zu tun?

Matthias: Nicht wirklich. Caputt ist lediglich ein Wortspiel. Das lateinische Wort „Caput“ (mit einem t) bedeutet Kopf. Was das ganze mit einem „K“ am Anfang und einem zweiten „T“ bedeutet sollte ja klar sein. Also bedeutet unser Bandname wörtlich im Grunde „kaputter Kopf“. Was zum einen auf unsere gestörten Persönlichkeiten, als auch auf die Gesellschaft die uns geformt hat projiziert werden kann. Ursprünglich hab ich diesen Namen bereits für „Motherbrain“ angedacht, Stephans und meiner ersten Band, in der wir mit 6 weiteren Leuten Crossover gespielt haben. Wir hatten viel Spaß, aber es kam nie zu einem Gig oder einer Veröffentlichung. Da „Caputt“ als Bandname demokratisch abgelehnt wurde, habe ich ihn mir halt aufgespart und unser anfangs als Seitenprojekt gedachtes Baby so getauft.

Eniz: Wenn man von Gesellschaftskritik spricht, wie wäre das deiner Meinung nach am optimalsten? Bzw. was oder wie würdest Du es Dir wünschen, wie es sein soll?

Matthias: Ich würde mir wünschen, dass weniger Menschen sich nur über das große böse Politikerkabinett beschweren, an dem sie „nichts ändern können“, sondern in ihrem täglichen Leben, auf der Straße, beim Einkaufen oder einfach bei der Unterhaltung mit Freunden und Verwandten im kleinen Maßstab versuchen moralisch korrekt zu denken und zu handeln.

Ob das der Autounfall ist, an dem ich zügig vorbeifahre, statt zu gaffen, oder einfach ein behinderter Mensch im Bus, dem ich, wenn ich ihn schon anschaue dann vielleicht mal anlächel, statt ihn bloß anzugaffen, mit möglichst angewidertem Gesichtsausdruck. Das Eltern gegen den sadistischen Lehrer ihres Kindes angehen, der ohne sich konkret strafbar zu machen seine Schützlinge triezt, statt ihnen etwas Gutes mit auf den Weg zu geben vorgehen. Es gibt ganz viele, kleine, unscheinbare Dinge. Wenn jeder für sich, sich mehr darauf konzentriert, dann bin ich der festen Überzeugung, werden sich viele Probleme unserer Gesellschaft auf lange Sicht von selbst erledigen.

Eniz: Und nun die Gretchenfrage: „€KZ“ und vor allem die Textpassage: „Kommt alle mit ins €KZ, denn einkaufen macht Euch frei“. Ist das deiner Meinung nach nicht schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt?

Matthias: Nein, überhaupt nicht. Wir propagieren INTENSIV, dass wir Rechtsradikalismus und Faschismus verachten. Viele Bands nutzen Drittreichssymbole um zu provozieren, um zu schocken, um den Bildzeitungseffekt zu erzielen. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass wir einfach zu klein und unbedeutend sind um einen derartigen Effekt zu erzielen, ging es uns immer nur um den künstlerischen Nachdruck, den diese Symbole unserem Thema verleihen. Viele Bands könnten sich die leidige Diskussion über Ihre politische Orientierung sparen, wenn sie klar Flagge zeigen würden. Aber das tun sie nicht. Dieses Mysterium hält sie im Gespräch. Und diese fragwürdige Promotion wollten wir auf gar keinen Fall.

Eniz: Ehe man sich die EP herunterladen kann, wird eine Erklärung abgegeben, dass Ihr Euch vom rechten Gedankengut distanziert. Ist das eher prophylaktisch oder gab es durchaus schon Vorfälle von wütenden Menschen, die Euch deswegen kritisiert hatten?

Matthias: Wie ich in der letzten Frage schon erklärt habe, war es absolut prophylaktisch. Provokation sollte zu keinem Zeitpunkt das Ziel sein. Sonst hätten wir uns die Erklärung auch klemmen können. Vermutlich hätte das zu deutlich höheren Downloadzahlen geführt – Teils von Neonazi-Idioten, teils von schockierten Leuten, die der Sache näher auf den Grund gehen wollen. Echte Beschwerden gab es eigentlich nie, lediglich einige wenige, die die Erklärung gelesen haben, unsere Vergleiche trotzdem Geschmacklos und unnötig fanden. Aber das finde ich legitim. Kunst polarisiert.

Eniz: „Neon“, der Opener, wird unter anderem von einem weiblichen Gesang getragen, die mich sehr an Illuminate-Sängerin Daniele Dietz erinnert. Auch der Anfang hat meiner Meinung nach ein wenig was von Cabaret Voltaire, ehe es in den typischen Caputt-Sound übergeht… Wer ist die junge Dame?

Matthias: Beide Gruppen habe ich mir nie gezielt angehört, daher kann ich Deine Vergleiche leider nicht kommentieren. Aufgrund der jedoch durchaus bekannten Namen empfinde ich sie jetzt einfach mal als schmeichelhaft. Der Gesang stammt von meiner besseren Hälfte Hannah Miss, die privat seit einiger Zeit klassischen Gesangsunterricht nimmt. Bei anderen Projekten ist sie bisher nicht in Erscheinung getreten und plant auch nichts dergleichen. Bei Caputt hat sie ein Gastspiel gegeben, welches sich in Zukunft aber durchaus wiederholen könnte.

Eniz: Was für Musik hörst Du sonst privat bzw. von was hast Du dich inspirieren lassen? Und machst Du Caputt ganz alleine oder hast Du Kollaborateure?

Matthias: Grundsätzlich sind wir zu Zweit. Der Stephan spielt Bass und Gitarre, ich erledige den Rest. An sich war das Projekt als mein Baby gedacht, in dem ich despotisch herrsche. Da Stephan aber in einigen Dingen ein besseres Ohr hat als ich, sowie im Gegensatz zu mir, über eine musikalische Grundausbildung verfügt, hat er seinen festen und wichtigen Platz an meiner Seite und ist nicht einfach Gitarrist.

Ich mache die Texte und entwerfe auch oft die musikalischen Konzepte, aber Stephan lenkt diese oft in eine bessere oder sauberere Richtung. Oder liefert schlichtweg bessere Melodieverläufe. Wir ergänzen uns sehr gut und können zusammen meist besser kreativ sein als einzeln. Dennoch habe ich immer finales Entscheidungsrecht, was wir machen und was nicht.

Künstler die wir beide momentan sehr gern hören sind z.B. ASP, Chamber, Janus, Rammstein. Aber das wechselt ständig. Letzte Woche habe ich wieder sehr viel Genesis gehört, für Stephan kann ich da natürlich nicht sprechen. Sachen die nur ich sehr mag und auch als Einfluss angeben würde sind Samsas Traum und die Deathstars, da kann Stephan nicht so viel mit anfangen.

Ach wir hören so viel. Disturbed. Clawfinger. And One, jede Menge teils echt schlechten 80er-Pop, Knorkator…
Ich persönlich finde die neue Oomph auch wieder sehr gelungen. Bei Stephan haben die seit der Wahrheit oder Pflicht vollkommen verloren. Irreperabel.

Eniz: Die EP wird bekanntlich zum kostenlosen Download angeboten. Profit ist hier offensichtlich zweitranig: Was also ist der Sinn und Zweck der Verbreitung der EP? Geht es eher in die Richtung „Wir haben was zu sagen“ oder doch dann eher um die Verbreitung der Musik ansich?

Matthias: Beides. Zu gleichen Teilen. Und ohne weitere Hintergedanken, die ich aufführen könnte (lacht).

Eniz: Ihr habt bereits 2004 mit „E-Ville“ was veröffentlicht. Inwieweit unterscheidet sich „E-Ville“ von „€KZ“?

Matthias: Die €KZ ist im Grunde eine logische Weiterentwicklung. Wir sind einfach tontechnisch besser geworden. Obwohl ich auch so kurz nach Release der €KZ jetzt schon wieder viele Sachen besser machen könnte. Wir lernen halt noch. Die E-Ville ist entstanden, während wir uns den Umgang mit unseren Programmen selbst beigebracht haben. Und mit der €KZ haben wir halt neue Sachen gelernt, die das Songwriting verzögert haben. Generell ist die €KZ monotoner und bietet nicht so viele Gelegenheiten wie die E-Ville mit zu wippen und zu summen. Das lag aber am Thema des Einkaufszentrum. Alles sollte schnell, monoton und desorientiert wirken. Auch wenn die E-Ville deutlich schlechter produziert ist bietet sie viele tolle Songs und eingängige Melodien. Deshalb haben wir sie vor einigen Tagen auf unserer Page ebenfalls kostenlos zum Download gestellt.

Eniz: „Kaufrausch“ unterscheidet sich gerade wegen dem Gesang vom Rest der EP. Wieso dieser Rap-artige Gesang?

Matthias: Ich bin immer experimentierfreudig und würde eigentlich ALLES machen worauf ich Lust habe. Unser musikalisches Grundgerüst werden wir sicher immer beibehalten, aber welche abstrusen Stilmixe wir einstreuen werden wage nicht einmal ich mir auszumalen. Aber auch ich würde das Experiment bei „Kaufrausch“ als gescheitert betrachten. Es gefällt mir nicht mehr besonders. Aber es hat mit die meiste positive Resonanz gehabt. Im Gegensatz zu „Neon“, das ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde. Versteh ich nicht, ist aber so (lacht).

Eniz: Könntest Du Dir vorstellen, dass Caputt auch mal in einem Club gespielt werden könnte?

Matthias: Das ist bereits passiert. Ein Reviewer eines anderen Online-Mags fand unser Zeug gut genug sich mal in unserem Forum zu registrieren. Und der ist in Norddeutschland auch als DJ unterwegs und hat das bereits €KZ und Neon aufgelegt. Zwar kamen keine begeisterten Nachfragen, aber die Tatsache, dass wir nicht als qualitativer Einbruch empfunden werden, wenn wir zwischen Szenegrößen gespielt werden ist für mich eigentlich Qualitätssiegel genug. Generell kann jeder DJ der mag gerne unsere Songs spielen, das ist kein Problem, grade weil wir nicht bei der GEMA sind. Wir würden uns nur freuen, wenn wir dann auch einen kurzen Resonanzbericht bekämen.

Eniz: Was wünscht Ihr Euch für die nahe Zukunft?

Matthias: Hmm. Wir sind recht bescheiden und haben mit unserem Projekt keine kommerziellen Ambitionen. Mehr Zeit wäre schlichtweg schön. Mehr Zeit mit unseren Freundinnen und mehr Zeit für Musik. Und dass wir mit der Minimum genug Geld verdienen werden um unser nächstes Projekt endlich pressen lassen zu können. Das sind so Etappenziele auf die wir hinarbeiten – Eigene CDs, künstlerisch und qualitativ weiterentwickeln und eine kleine aber treue Internet-Fan-Community etablieren. Dann wären wir glücklich.

Eniz: Dann erstmal Danke für diese kleine Fragerunde und weiterhin viel Erfolg.

Matthias: Danke auch Dir für Review und Interview, hat Spaß gemacht.

Autor: Eniz

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