Die Band knietenbrink aus Münster hat sich laut eigenen Aussagen wieder einen seltsamen Namen verpasst (und ich hatte erst Masematte im Verdacht; einen Münsteraner Regiolekt). Bei den vorherigen (ehemaligen) Bands lief es anscheinend genauso. Das Quartett hat im Dezember 2024 mit „Nach der ersten Euphorie“ ihr aktuelles Werk veröffentlicht.

Gegründet hat man sich schon 2011, aber es war aus privaten Gründen längere Zeit etwas still. „Nach der ersten Euphorie“ ist nach den Alben „klammheimlich“ und „kommt drauf an wie man es schreit“ der insgesamt dritte Output.

knietenbrink - Nach der ersten Euphorie
knietenbrink Nach der ersten Euphorie

Gespielt wird hier Indiepunk, der, wenn man mal damit warm geworden ist, gefällt. Keine stumpfen deutschen Texte, aber auch nicht mega-verkopft und anstrengend. Im ersten Song „woher diese Angst“ bezieht man eindeutig Stellung und das ist gut sowie richtig.

Angepriesen wird die Musik und vielleicht auch die textliche Seite mit „für Fans von: Muff Potter, Turbostaat, Matula oder Captain Planet“ oder so ähnlich. Und das könnte auch hinkommen. Wobei ich aktuell nur ein bisschen Turbostaat höre und die anderen Bands schon länger vernachlässigt habe. Aber es kommt auch immer so viel Output.

Die DIY-Attitüde klingt auf jeden Fall durch und daher ist es keine Überraschung, dass es kein Label gibt. Die zehn Songs in 31 Minuten machen auf jeden Fall Spaß und immerhin habe ich über eine Woche durchgehend das Album gehört. Also, wenn ich wach war, lief meistens dieses Werk. Viele Songs davon sind gut für die Gehörgänge, zum Beispiel „das absolute Nichts“. Oder halt auch alle anderen neun Stücke.

 Nach der ersten Euphorie von knietenbrink

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