Alle jubel Jahre erreichen uns Anfragen nach dem Motto: „Hej könnt ihr mal folgendes Album rezensieren, das passt genau in euer Konzept„. Da Mindbreed immer offen und nett ist – Her damit!
Dieses mal stand September Mournings Album „Melancholia“ auf dem Prüfstand, als digitale Promoversion.
Zur Band gilt zu sagen, dass das ganze ein Projekt ist, „September“ ist ein Mädchen in einer Phantasiewelt.
Insgesamt haben sich die Macher sehr viele Gedanken gemacht ein möglichst mystisches Bild zu kreieren. So weit so gut. – Also haben wir uns unter hohen Sicherheitsvorkehrungen die digitale Promoversion gezogen und per Stick in die Referenzanlage gespeist.
Artwork: Sehr kreatives Cover und Back, mehr gab es leider nicht bei der Promoversion.
Tonqualität: Mit Abstand das größte Manko – Ich bin immer latent „not amused“ wenn es Digipromo heisst. Immer ist das Ganze mit besonderen Downloadvorkehrungen, Sicherheitsabfragen oder im schlimmsten Fall Livestreaming verbunden. Wenn man CDs verkaufen möchte, sollte man auch CDs anhören lassen.
Die digitale Promoversion für die CD ist auf unsere Anlage echt zum Verzweifeln. Es klingt wie ein mittelmässiger Laptop oder ein Kleinwagen aus fernen Ländern. Insgesamt gerade ausreichend, um einen Eindruck von der Musik zu bekommen – Ich hoffe die im Handel erhältlichen MP3s oder die Original-CD ist besser. Falls uns irgendwann eine CD-Version erreicht, gibt es natürlich ein Update.
Musik: Insgesamt soll das Album eine Geschichte erzählen, natürlich sind die Promotetxe dazu sehr hochtragend und bombastisch. Für uns besticht das Album durch eine Reise durch verschiedene Genres und die sehr stimmgewandte Sängerin. Es gibt von finsterem Crossover- bis zu Japan-Pop-Gesang alles nacheinander auf die Ohren. Die Lieder sind entsprechend gemischt von dem fetten Opener Go for the throat über einige nette Balladen. Man wünscht sich fast, sie hätten sich auf einen Stil geeinigt.
Fazit: Insgesamt ein vielversprechendes Album und Konzept – Wir hätten uns nur eine bessere Tonqualität gewünscht. Ich drücke die Daumen, dass die „Originale“ besser sind.
Nachtrag: Netterweise landete vor ein paar Tagen eine CD-Version des bereits
beschriebenen Albums. Die Tonqualität ist nun deutlich besser, leider ist an
einigen Stellen der Gesang immer noch etwas breiig, gerade wenn mehrere
Stimmen gleichzeitig zu hören sind. Dies ist somit wirklich
produktionsbedingt oder Absicht.
Zum Artwork lässt sich sagen, dass das Booklet, ein paar nette
nachbearbeitete Bilder sowie die Songtexte enthält.
Danke an dieser Stelle für die CD-Version












