Nach ihrem letzten Album 2005 präsentieren Biohazard ihre neue Scheibe Reborn in defiance. Schlägt man mal bei Wikipedia nach, so erscheint als Musikrichtung Hardcore, Metal, Punk und Crossover = Spannend für uns.
Um ehrlich zu sein ist keiner in der Redaktion ein richtiger Hardcore-Fan, doch nach dem letzten Wacken und Suicidal Tendencies war klar, das muss mal in die Hörlounge, denn ab und an braucht man Musik, die sagt was zu sagen ist.
Also warmgehoppelt, den Amp vorglühen lassen und los geht.
Die Jewelcase Variante besticht durch das Cover mit dem Skelett eines Fötus, dazu auf der Rückseite eine Tracklist und die Band, wie sie sich gerne sieht – Böse. Im Booklet gibts Röntgenbilder und die Songtexte. Wilhelm Conrad Röntgen wäre stolz, wenn er wüsste, wie künstlerisch seine Erfindung aussehen kann.
Von der erste Sekunde drücken uns Lautsprechertürme ins Sofa. Eigentlich möchte man gar nicht da sitzen, sondern wild durch die Gegend springen und einfach mal den Frust von der Seele schreihen. Die Tonqualität ist nicht hundert Prozent perfekt, aber mehr als passend zur Musik und dem Zorn, mit dem fast das ganze Album durchgedroschen wird. Es treffen wirklich Hardcore Elemente mit Metal zusammen, schwierig zu beschreiben, wie gesagt, die Jungs machen sich einfach mal Luft!
Netteste Überraschung und mein persönlicher Anspieltipp ist Track 8 Vows of redemption. Nach 7 Liedern ohne Atempause erklingt plötzlich ein Klavier mit verzerrten Gitarren und ein eindringlicher Rap ertönt. Keine Ahnung, ob es so was gibt, aber das ist eine romantische Crossoverballade, genau das richtige, um Luft zu holen und sich in die Arme zu fallen.
Fazit: Ein wirkich gelungenes Album, was Spass macht es zu hören. Es ist nicht für jeden Tag geeignet und die Tonqualität hat etwas Potenzial, aber es gibt Augenblicke in den einen die ganze Welt mal so richtig … kann und das ist euer Soundtrack dafür!












