the highbrow pelican soundsDie deutsche Postpunkband The Highbrow präsentiert uns mit Pelican Sounds ihr neuestes Meisterwerk. Ob sie mich damit beeindrucken können? Lest selbst in dieser Rezension.

Artwork: Die CD im Jewelcase wird auf der Front von einem Bandporträt geziert. Auf der Rückseite gibt es die Tracklist. Im Booklet gibt es leider nur ein Bild von einem Kaktus. Insgesamt also nicht sehr beeindruckend. Aber widmen wir uns nun dem Inhalt der CD.

Tonqualität: Die CD ist sauber abgemischt. Ab und an verschmelzen Gesang und Instrumente etwas zu sehr, doch insgesamt passen Tonqualität, Abmischung und Musik sehr gut zueinander.

Musik: Die CD beginnt mit „Another Honest Man“. Dies ist eine eher ruhige und groovige Rocknummer. Hier bekommt man den ersten musikalischen Eindruck der CD und in einem ähnlichen Sound setzt es sich bis zum letzten Ton fort. „From Here On Out“ ist etwas schneller als die erste Nummer. Dieses Lied lässt sich locker in die Indie-Musik-Szene einordnen und mein erster Gedanke war, dass es etwas wie The Cure klingt. Hier hört man eine Mischung aus poppigen Rock mit Elementen des Punk (verzerrte Gitarren, aggressiver Gesang) aber auch Einflüssen aus den 80ern. Die Nummer spielt sich gut ins Ohr und macht einfach Spaß beim Hören. Bei „Peliphone“ geht es dann wirklich zurück in der Zeit. Die knarzige Farfisa-Orgel klingt wie von den Doors aus den 70ern. Doch der aggressive Beat lässt sich eher mit dem Sound von The Cure und The Police vergleichen. Die Band schafft es mit diesem Lied wirklich, einen aggressiven aber tanzbaren poppigen Stil zu etablieren. Danach folgt „All That Life“, das wieder zurück in Richtung Punk-Rock geht. Die Gitarrenriffs und das Schlagzeug sind absolut stadionrocktauglich und ab hier kann mich wirklich nichts mehr auf dem Sofa halten. Es heißt Tanzen! Bei „If I Was“ dominiert wieder die quietschende Schweineorgel. Das Lied klingt insgesamt wieder herrlich nach Indie-Rock und Britpop. Als Rausschmeisser gibt es dann „Closer To You“, welches noch einmal Stadionrockelemente mit dem Punkgesang vereint.

Fazit: Insgesamt ist der Sound der Band The Highbrow wirklich herrlich speziell. Die ersten Gedanken, die mir zum neuen Werk Pelican Sounds kamen waren, dass es sehr nach The Cure klingt. Trotzdem schafft es die Band, nicht wie eine Kopie zu klingen, sondern viel mehr Stilelemente der Punkmusik, des 80er Rock und des Poprock zu einem eigenen Stil zu kombinieren. Die CD ist gut, aber nicht steril abgemischt. Einzige negative Bemerkungen meinerseits sind das etwas sparsame Artwork und die Tatsache, dass nur sechs Lieder auf der CD sind. Ansonsten gibt es für euch mit dieser CD feinen frischen Indie-Rock, von dem man schwer genug bekommen kann!

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