Girlschool sind wohl die erste Girl-Group des Metals. Bereits 1978 sorgten die Damen in ihren Lederkutten für Aufsehen. In einer Generation mit Iron Maiden oder Saxon gelten auch Girlschool zu Vertretern der „New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM)“. Ihre Konzerte gelten bis heute legendär, nun liegt mit „Guilty as Sin“ die neue CD vor.
Mit „Come the Revolution“ beginnt das Album mit ganz klassischen Metal-Riffs, von denen man einfach nicht genug bekommen kann. Melodiös und trotzdem hart, zwei Eigenschaften, die die Damen schon immer zu verbinden wussten. „Take it like a band“ überrascht durch eine interessante Instrumentalisierung und geht schon beim ersten Hördurchgang direkt ins Ohr. Ein Track, der auf keiner Metal-Party fehlen darf. Der Titeltrack „Guilty as sin“ entzückt durch eine verruchte Attitüde, wie man sie nur von Metalbands kennt. „Treasure“ könnte ein Tribut an die Anfangstage dieser Band sein, allerdings bemerkt man deutlich die modernere Aufnahmetechnik. Ein Stück, das direkt am Puls der Zeit ist und sich dabei an den Trademarks bestens bedient und diese sogar noch weiterentwickelt.
Bei „Awkward Position“ steigt die Sehnsucht nach Freiheit, schnellen Autos und harten Gitarren. Der Track überzeugt durch seine charmante 80er Jahre Coolness und dürfte auch neuen Fans gut gefallen. Die „Bee-Gees“- Coverversion „Staying Alive“ ist einen Schmunzler wert und hat durchaus Kult-Charakter. Mit „Painful“ werden härtere Töne angeschlagen. Ein Track, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Schnell und hart zeigt sich „Night before“, ein echter Vollgas-Rock Song, der das Zeug zum Klassiker hat. Mit „Everybody love (Saturday night)“ geht ein zeitloses Album dem Ende entgehen. Ein Track, wie man ihn nur von einer englischen Metalband präsentiert bekommen kann. Ein würdiger Abschluss dieser CD.
Fazit: Girlschool stellen einmal mehr ihre musikalische Klasse unter Beweis und liefern eine CD an, die allen NWoBHM Fans gefallen dürfte. Allerdings können die Damen auch jüngere Fans mit ihren zeitlosen Klängen für sich begeistern, sodass hier ein Album abgeliefert wird, das einfach eine breite Zielgruppe hat und definitiv den Kult-Status erreichen sollte.












