Am 27. Januar 2026 ist der erste Band der Comic-Adaption Heinz Strunks gleichnamigen Buch „Der Goldene Handschuh“ im Verlag Carlsen Comics erschienen. Die Illustrationen stammen von Ully Arndt und sind auf 114 farbigen Seiten vorhanden.
Die Kurzzusammenfassung auf der Verlagsseite liest sich wie folgt: „Hamburg 1974. Fritz Honka – ein kaputter, menschlicher Trümmerhaufen – lauert in seiner Stamm-Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ sogenannten randständigen Frauen auf, um sie in seine winzige, völlig verwahrloste Dachgeschosswohnung in Ottensen abzuschleppen. Nicht alle Frauen überleben das. Parallel dazu entspinnt sich eine Geschichte um die reiche, aber emotional verarmte Reederfamilie Dohren, die an der Elbchaussee residiert. Zwei Welten, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten – und doch begegnen sie sich im Goldenen Handschuh …“
Heinz Strunks Roman „Der Goldene Handschuh“ war auf jeden Fall sehr interessant und lesenswert. Die reichen Damen und Herren waren sehr stark im Kontrast dargestellt und das kommt auch hier im ersten Comicband gut durch.
Folgerichtig heißt es dazu auch: „Ully Arndt hat Heinz Strunks gefeierten Bestsellerroman mit Kenntnis der Milieus und des historischen Kontexts als düsteren Comic-Noir adaptiert. Erweitert um persönliche Perspektiven, erweckt er das Hamburg der 1970er-Jahre in eindrucksvoller Bildsprache und atmosphärischer Dichte zum Leben: Zwischen Elendskneipe, Soziallager und Reedervilla entsteht ein Stadtporträt voller Brüche – roh, verstörend und zutiefst menschlich.“
Die Veröffentlichung des Romans ist fast eine Dekade. Es folgten ein Theaterstück und ein Film. Ergänzend gibt es jetzt einen Noir Comic. Nach dem Aufsaugen des Inhalts kann ich für mich sagen, dass es dem Roman gut tut, eine weitere Facette in Form eines anderen Formats bekommen zu haben. Nicht, dass es nötig wäre. Aber es schadet auch nicht und ich finde die Visualisierung durchaus gelungen.
Dahinter stehen aber immer noch weiterhin einige Schicksale, die immer noch betroffen machen und das ist auch dringend notwendig. Sich dessen bewusst zu sein, daran zu denken. Aber der künstlerische Aspekt ist auch in diesem Format gut umgesetzt worden und beide haben eine gute Arbeit geleistet.
Der 2. Band der Comicadaption ist übrigens für kommendes Jahr 2027 geplant.












